"Die Baháí-Religion vertritt die Einheit Gottes und Seiner Propheten, sie steht für das Prinzip des vorurteilslosen Suchens nach Wahrheit, verwirft alle Arten von Aberglauben und Vorurteilen und erklärt, dass es der Zweck der Religion sei, Freundschaft und Eintracht zu fördern. Sie verkündet in wesentlichen Fragen ihre Übereinstimmung mit der Wissenschaft und sieht die Religion als die einzige und höchste Kraft für die Befriedung und den geregelten Fortschritt der Menschlichen Gesellschaft an. Sie vertritt uneingeschränkt den Grundsatz gleicher Rechte, Möglichkeiten und Privilegien für Männer und Frauen, besteht auf Erziehung als Pflicht, gleicht die Extreme von Reichtum und Armut aus, dringt auf die Schaffung einer internationalen Welthilfssprache und umreisst die Einrichtung, welche den Weltfrieden bringen und dauerhaft machen soll." Shogi Effendi

Prinzip EINHEIT

Im Mittelpunkt der Lehre stehen der Glaube an einen Gott, die Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit.

Die Offenbarer als Religionsstifter verkünden die göttlichen Wahrheiten für ihr jeweiliges Zeitalter, entsprechend dem Reifegrad der Menschheit. Da sich die Erfordernisse der Menschheit immer weiter entwickeln gibt es auch keine abschließende Offenbarung – die Offenbarung Gottes schreitet in der Geschichte fort.

Fortschreitende Gottesoffenbarung

Eine Manifestation Gottes gleicht der Sonne, welche verschiedene Aufgangspunkte hat. Die Aufgangspunkte ändern sich, aber die Sonne bleibt immer dieselbe. Die Lampen sind verschieden, aber das Licht ist immer das gleiche. 
Abdu'l Baha 

Religion wird daher nicht als einmaliges bzw. abgeschlossenes Ereignis verstanden, sondern als ein fortschreitender Prozess, der die geistige und kulturelle Entwicklung der Menschheit zu allen Zeiten immer wieder neu inspiriert, lenkt und fördert. Religion ist fortschreitend, weil sich auch das Bewusstsein der Menschheit weiter entwickelt.

Gott sendet immer wieder einen Propheten/Offenbarer als Erzieher der Menschheit, der adäquate Prinzipien für das jeweilige Zeitalter bringt.

Baha´í anerkennen somit alle Gottesoffenbarer als Propheten an, für dieses neue Zeitalter, in dem sich die Menschheit momentan zweifelsohne befindet, hat

Baha´u´lláh vor etwa 150 Jahren jedoch Lehren gebracht, die uns in diesem Zeitalter helfen werden und zu einem dauerhaften Weltfrieden führen sollen.Selbstverständlich wird Baha´ulláh auch nicht der letzte Gottesbote sein, auch zu späteren Zeitpunkten wird Gott seine Lehren erneuern bzw. anpassen.

Nach den Lehren Bahá'u'lláhs betritt die Menschheit gegenwärtig das Stadium der Reife. Das bedeutet nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch mehr Verantwortung eines jeden für die Gemeinschaft und die ganze Menschheit.

Religion soll sich in erster Linie in Taten äussern:

 

"Das Wesen des Glaubens ist, wenig Worte zu machen und eine Fülle von Taten aufzuweisen." 

Baha´u ´llah

Schriften

Die Schriften der Bahai sind keine Überlieferungen, sondern wurden vom Religionsstifter und dessen Sohn selbst verfasst. 

Literatur kann hier online bezogen werden, bzw. im Baha´i Center in Wien in der Bibliothek gekauft werden.

Einen Einblick finden Sie HIER.

O Menschenkinder! Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. 

Im Bahai´Glauben gibt es keinen Klerus, da ein wichtiges Prinzip die "Selbständige Suche nach Wahrheit" ist. Der Glaube einer Person kann nicht vererbt werden, daher existiert auch keine Taufe. Wichtig ist die persönliche Beziehung zu Gott.

Baha´u´ll ah betont die Gleichwertigkeit aller Menschen unabhängig von Nationalität, Religion oder Geschlecht. Priesterum hat er abgeschafft, auch eine Beichte existiert nicht. In den Gebetshäusern werden heilige Texte gelesen oder gesungen, jedoch ohne Interpretation.

Ein Oberhaupt gibt es nicht, sog. "Geistige Räte" bzw das "Universale Haus der Gerechtigkeit" mit Sitz in Haifa/Israel, bestehen aus 9 Mitgliedern und werden demokratisch gewählt.

Mehr zur Administration finden Sie HIER

Weltreligion

Die Bahá'í-Religion ist die jüngste Welteligion.

Die Bahá'í folgen den Lehren Bahá'u'lláhs, der von 1817-1892 lebte. Er ist der Stifter der Religion und war ein persischer Adliger aus Teheran, der ein Leben fürstlicher Bequemlichkeit und Sicherheit aufgab und der Menschheit trotz schwerster Verfolgungen und Entbehrungen eine aufrüttelnde neue Botschaft des Friedens und der Einheit brachte. In etwas mehr als 150 Jahren ist die Bahá’í-Religion von einer unbekannten Bewegung im Mittleren Osten zu einer der am weitesten verbreiteten, unabhängigen Weltreligionen herangewachsen.Weltweit leben mehr als fünf Millionen Bahá'í in 235 Ländern und Territorien, somit ist die Bahá'í-Religion nach dem Christentum die geografisch am weitesten verbreitete.

In Österreich gibt es Baha´i seit 1911, momentan in über 150 Orten in ganz Österreich. 1998 erhielt die „Bahá'í Religionsgemeinschaft Österreich" vom Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten die staatlich eingetragene Rechtspersönlichkeit.

Vera F. Birkenbihl über Sklaverei in Deutschland, Bahai, Muskeln und Geistaus ihrem Vortrag:'Was wir unbedingt über Indien wissen müssen'

Posted by Andreas Schmidt on Sonntag, 17. Mai 2015

Zitat der Woche

Religion ist im übrigen keine Ansammlung von Glaubenssätzen oder Bräuchen; Religion ist die Lehre Gottes, des Herrn, eine Lehre, die das Leben der Menschheit begründet, dem Verstand erhabene Gedanken eingibt, den Charakter veredelt und den Grundstock legt für des Menschen ewige Ehre.

Abdu´l-Baha (Briefe und Botschaften)


 

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