Bahá'u'lláh

„200 Jahre Bahá’u’lláh“…

wird in vielen Städten und Gemeinden Österreichs heuer zu lesen und hören sein. Während uns Namen wie Buddha, Moses, Jesus Christus oder Mohammed selbstverständlich geläufig sind, können viele mit dem Namen „Bahá’u’lláh“, was „Herrlichkeit Gottes“ bedeutet, noch wenig assoziieren.  Vor genau 200 Jahren wurde eben dieser Stifter des Bahá'í Glaubens in Teheran geboren. Als Sohne eines wohlhabenden Regierungsministers führte er als junger Mann das Leben eines Prinzen.  Er selbst lehnte jedoch die Karriere eines Ministers ab und aufgrund seines sozialen Engagements und Distanz zum Pomp der Oberschicht galt er bald als „Vater der Armen“. Seine privilegierte Stellung büßte Bahá'u'lláh ein, als Er zu einem führenden Verfechter der Bábi Bewegung wurde. Als Vorläufer des Bahá'í-Glaubens fegte die Bábi-Bewegung über den Iran wie ein Wirbelwind hinweg und löste heftigste Verfolgung vonseiten der religiösen Institutionen aus. Bahá'u'lláh wurde verhaftet. Einflussreiche Mitglieder des Hofes und der Geistlichkeit forderten die Todesstrafe. Sein persönliches Ansehen und die gesellschaftliche Stellung seiner Familie schützten Bahá'u'lláh jedoch. Er wurde deshalb in das berüchtigte “Schwarze Loch” geworfen. Die Behörden hofften, dass Er hier umkommen würde. Stattdessen wurde dieser Kerker zur Geburtsstätte einer neuen religiösen Offenbarung.

Erscheint ein neuer Gottesoffenbarer, erfährt die Menschheit einen göttlichen Impuls für ihre weitere Entwicklung. Äußerlich ein Mensch wie jeder andere, wird er von Gott gerufen, Ihm als Sein Sprachrohr zu dienen. Zu diesen auserwählten Menschen zählen Moses, der vor dem brennenden Busch stand, Buddha, der unter dem Bodhi-Baum erleuchtet wurde, Jesus Christus, auf den der Heilige Geist in Form einer Taube herniederkam, oder Muhammad, dem der Erzengel Gabriel erschien. Mitte des 19. Jahrhunderts war es Bahá’u’lláh, der von Gott in eben jenem Kerker, dem „schwarzen Loch“ den Auftrag erhielt, der Menschheit eine neue göttliche Offenbarung zu überbringen. Über vier Jahrzehnte hinweg verkündete Er in tausenden Versen und zahlreichen Briefen und Büchern Seine Botschaft. Er ebnet darin den Weg für eine neue Entwicklungsstufe der Menschheit, die sowohl das Wohlergehen des Einzelnen als auch das der ganzen Menschheit einschließt.

 

„Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht, ihre Einheit fest begründet ist.“,

formulierte Bahá’u’lláh, der die ganze Menschheit als eine Einheit und einen einzigen, unteilbaren Organismus sieht, dessen Zellen und Organe in einem Zusammenhang stehen und voneinander abhängen.

Mit dieser Vision engagieren sich Bahá’í gemeinsam mit ihren Freunden und zahlreichen Menschen aus ihrem Umfeld dafür, die Einheit der Menschheit in ihrer Vielfalt in kleinen Schritten sichtbar werden zu lassen. Sie sind bestrebt, Seine Lehren in ihrem täglichen Leben anzuwenden und sie gemeinsam mit anderen für die Förderung der Einheit der Menschheit einzusetzen.
Bahá’u’lláh erläutert in Seinen Schriften dazu wesentliche Aspekte, wie die eigenständige Suche nach Wahrheit, die Gleichberechtigung von Frau und Mann, den Abbau von Vorurteilen, die Stärkung der Einheit in der Familie oder den offenen Meinungsaustausch.

Ihre hohen moralischen Grundsätze, ihr Wirken für Versöhnung und den Abbau von Vorurteilen sowie ihre positive gemeinschaftsbildende Kraft haben den Bahá’í-Gemeinden internationales Ansehen gebracht. Für ihre Bemühungen um den Weltfrieden wurde die Bahá’í -Weltgemeinde mit dem Peace Messenger-Preis der Vereinten Nationen ausgezeichnet.

Heute folgen weltweit etwa sechs Millionen Bahá’í – ein Querschnitt von Menschen aus über 2000 verschiedenen ethnischen Gruppen –der Vision Bahá’u’lláhs, um zur Weiterentwicklung der Gesellschaft, in der sie leben, und zum Fortschritt der Menschheit insgesamt beizutragen. Sie sind bestrebt, Seine Lehren in ihrem täglichen Leben anzuwenden und sie gemeinsam mit anderen für die Förderung der Einheit der Menschheit einzusetzen.

Hierzu bieten sie vielfältige Aktivitäten an: Andachtsversammlungen, in denen Gebete und Texte aus Heiligen Schriften gelesen werden, um so die Verbindung des Menschen zu Gott zu stärken; Studienkreise, die die Menschen dabei unterstützen, sich zum Wohle seines Umfeldes einzusetzen; Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, um ihr großes Potential sowie ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten sowie Feiern und Veranstaltungen, die Harmonie und Einheit unter Menschen unterschiedlicher Herkunft fördern. Jeder ist willkommen, an den Aktivitäten der Bahá’í teilzunehmen.

Am 21./22.Oktober 2017 finden weltweit unzählige Feierlichkeiten anlässlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages Bahá’u’lláhs statt, zu denen Menschen jedes religiösen und kulturellen Hintergrundes eingeladen sind, denn:
"Die Erde ist nur EIN Land und alle Menschen sind seine Bürger." (Bahá’u’lláh)

Zitat der Woche

"Strebt danach, dass eure Taten tagtäglich wundervolle Gebete seien. Wendet euch zu Gott, und versucht immer, zu tun, was recht und edel ist. Unterstützt die Armen, richtet die Gefallenen auf, gebt den Bekümmerten Trost, bringt Heilung für die Kranken, stärkt die, die in Ängsten sind, befreit die Unterdrückten, macht den Hoffnungslosen Hoffnung und beschützet die Verlassenen!" 'Abdu'-Bahá


 

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