Bildung & Erziehung

In den Augen Gottes ist der beste Weg, Ihn zu verherrlichen,
die Erziehung der Kinder und ihre Bildung in allen Vollkommenheiten der Menschheit. Keine edlere Tat ist denkbar.
Abdu'l-Baha

Erziehung ist ein zentrales Thema der Bahá’í-Lehren. Für Eltern und Gesellschaft ist die Erziehung und Bildung der Kinder vorrangige Verpflichtung und Aufgabe:

 

„Die Erziehung und Ausbildung der Kinder gehört zu den verdienstvollsten Taten der Menschheit.“

(‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 103:1)

Kindern wird in den Bahá’í-Lehren eine hohe Wertschätzung entgegengebracht und die gleiche Würde zuerkannt wie Erwachsenen. Mädchen und Jungen werden gleichberechtigt behandelt, d.h. sie erhalten die gleichen Bildungschancen

Jedes Kind kommt mit wertvollen Anlagen und Eigenschaften ausgestattet auf die Welt. Bahá’u’lláh vergleicht den Menschen mit einem

„Bergwerk reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert“,

und spricht weiter:

„Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag.“

(Bahá’u’lláh, Ährenlese, 122)

Erziehung bedeutet, die im Menschen verborgenen „Edelsteine“ zutage zu fördern, die in ihm angelegten Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln.

In der Regel sind die Eltern die ersten Bezugspersonen und Vorbilder und damit die wichtigsten Erzieher der Kinder. Die Atmosphäre im Elternhaus soll von Liebe, Vertrauen, gegenseitigem Respekt und Achtung geprägt sein

Eltern erziehen vor allem durch Weise, wie sie ihr Leben führen und wie sie mit ihren Kindern umgehen. Kinder sind angewiesen auf die bedingungslose Liebe ihrer Eltern und auf ihre Ermutigung. Sie verlangen von den Erwachsenen Verlässlichkeit und Klarheit im Verhalten und in ihren Worten den Kindern gegenüber. Die Erziehung der Kinder ist eine Herausforderung für die Eltern, selbst zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Eltern sollten die Entwicklungsschritte ihrer Kinder aufmerksam begleiten und ihnen zutrauen, auch mit Schwierigkeiten fertig zu werden. Ein Kind lernt viel aus den Folgen seines eigenen Handelns. Durch Liebe und Vertrauen in die Entwicklungsfähigkeiten des Kindes stärken Eltern seine Eigenverantwortung – nach den Bahá’í-Lehren ein wichtiges Erziehungsziel, denn

„Jeder von uns hat nur ein einziges Leben zu verantworten, und das ist sein eigenes…“

(Shoghi Effendi, Zum wirklichen Leben, S. 6)

Neben den Eltern wird ein Kind auch durch Geschwister, den weiteren Familien- und Freundeskreis, kurz, durch die Gemeinschaft miterzogen.

Bahá’í-Gemeinden sind sich dieser Verantwortung bewusst und bieten vielerorts Kinderklassen an, in denen sie die geistige und ethische Erziehung der Kinder fördern.

Das Ziel der Bahá’í-Kindererziehung ist, die Talente und Anlagen des Kindes zu entfalten und seine geistige und moralische Entwicklung zu fördern. Kinder sollen umfassendes Wissen erwerben, eine gute, fundierte Ausbildung erhalten und in Kunst und Handwerk unterwiesen werden.

Die geistige und ethische Erziehung ist jedoch übergeordnet, weil, so ‘Abdu’l-Bahá:

das Kind, das sich gut benimmt, auch wenn es nicht viel weiß, für andere zum Gewinn wird“,

(‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 110:2)

während ein Mensch ohne Moral, auch wenn er fachlich gut ausgebildet ist, anderen mit seinem Wissen schaden kann. Am besten, wenn das Kind beides ist: „gebildet und gut“.

„Lehrt sie, ihr Leben wichtigen Dingen zu widmen, begeistert sie zu Studien, die der Menschheit nützen.“

(‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften, 114)

Bahai-Eltern tun alles, um ihre Kinder in der Liebe Gottes aufzuziehen, ihren Charakter zu entwickeln und ihnen nützliches Wissen zu vermitteln, damit sie zu gesunden, glücklichen und nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft werden. Kindererziehung ist eine äußerst wichtige und schwierige Aufgabe und eine enorme Verantwortung. Wir müssen ihr sehr viel Zeit widmen, wodurch auf andere Tätigkeiten verzichtet werden muss. Das Wohl der Kinder hat immer Vorrang. Die Mutter ist die erste Erzieherin der Kinder. Wichtig ist, dass die Kinder immer genügend Liebe und Aufmerksamkeit erhalten, um ihren Körper, ihren Verstand und ihre Seele zu entwickeln.

Bahai-Eltern müssen sicherstellen, dass ihre Kinder über alle großen Religionen unterrichtet werden, damit sie befähigt werden, die Wege zu der einen Wahrheit in den Religionen zu erkennen und später, wenn sie in ein Alter kommen, wo dies möglich ist, durch selbständiges Forschen eigenständige Erkenntnisse der Wahrheit zu erlangen.

Die Kinder werden ermutigt, Umgang mit Menschen aus allen Völkern und Religionen zu pflegen. Sie lernen Wertschätzung für alle Kulturen und Achtung vor den Beiträgen ihrer Vertreter. Sie sollen lernen, die Ideen anderer zu respektieren und ihnen mit wohlwollender Offenheit und wachem Verstand zu begegnen. Die Kinder werden unterwiesen, sich als Bürger der Welt zu sehen. Vor allem lehren die Eltern gerechtes Handeln und gesittetes Verhalten durch das Beispiel ihrer eigenen Lebensweise.

Zitat der Woche

Religion ist im übrigen keine Ansammlung von Glaubenssätzen oder Bräuchen; Religion ist die Lehre Gottes, des Herrn, eine Lehre, die das Leben der Menschheit begründet, dem Verstand erhabene Gedanken eingibt, den Charakter veredelt und den Grundstock legt für des Menschen ewige Ehre.

Abdu´l-Baha (Briefe und Botschaften)


 

Aktuelles

Kinderklasse &

Juniorengruppe

23.6.17 von 16-18h

------------------------------

bereits stattgefunden:

Elterninfo zum

"Mitmach-Musical" Weitere Info auf Anfrage

ERSTE Probe

20.7.17 von 17:30-19h

------------------------------

Kinderklassen

Abschlussfest

Sa 17.6.17 um 16h

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Baha´i Gemeinde Ebreichsdorf