Einheit

Gebete um Liebe und Einheit

O Du gütiger Herr! Du hast die ganze Menschheit aus dem gleichen Stamm erschaffen. Du hast bestimmt, daß alle der gleichen Familie angehören. In Deiner heiligen Gegenwart sind alle Deine Diener, die ganze Menschheit findet Schutz in Deinem Heiligtum. Alle sind um Deinen Gabentisch versammelt, alle sind erleuchtet vom Lichte Deiner Vorsehung.

O Gott! Du bist gütig zu allen, Du sorgst für alle, Du beschützest alle, Du verleihst allen Leben. Du hast einen jeden mit Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, und alle sind in das Meer Deines Erbarmens getaucht.

O Du gütiger Herr! Vereinige alle. Gib, daß die Religionen in Einklang kommen, und vereinige die Völker, auf daß sie einander ansehen wie eine Familie und die ganze Erde wie eine Heimat. O daß sie doch in vollkommener Harmonie zusammenlebten!

O Gott! Erhebe das Banner der Einheit der Menschheit.

O Gott! Errichte den Größten Frieden.

Schmiede Du, o Gott, die Herzen zusammen.

O Du gütiger Vater, Gott! Erfreue unsere Herzen durch den Duft Deiner Liebe. Erhelle unsere Augen durch das Licht Deiner Führung. Erquicke unsere Ohren mit dem Wohlklang Deines Wortes und beschütze uns alle in der Feste Deiner Vorsehung. Du bist der Mächtige und der Kraftvolle, Du bist der Vergebende und Du bist der, welcher die Mängel der ganzen Menschheit übersieht.

Abdu´l-Bahá

Gott hat uns alle zusammen erschaffen; warum dann handeln wir Seinen Wünschen entgegen, da wir doch alle Seine Kinder sind und den nämlichen Vater lieben? Alles Trennende, das wir auf allen Seiten sehen, all dieses Streiten und diese Gegensätze rühren daher, daß sich die Menschen an kirchliche und äußerliche Bräuche hängen und die einfache Wahrheit, die ihr Untergrund ist, vergessen. Es ist die `äußerliche Ausübung der Religion`, die so verschieden ist, und sie ist es, die Streitigkeiten und Feindschaft wachruft, während die Wirklichkeit stets eine und die gleiche ist. Die Wirklichkeit ist die Wahrheit, und die Wahrheit kennt keine Trennung. Die Wahrheit ist Gottes Führung, sie ist das Licht der Welt, ist Liebe und Barmherzigkeit. Diese Eigenschaften der Wahrheit sind auch menschliche Tugenden, die der Heilige Geist eingibt. 

Abdu´l-Bahá   

Seit den Tagen Adams haben sich die göttlichen Manifestationen bemüht, die Menschen zu einen, damit sich alle wie eine Seele betrachten. Aufgabe und Absicht eines Hirten ist, seine Herde zu sammeln, nicht sie zu zerstreuen. Die Propheten Gottes sind göttliche Hirten der Menschheit. Sie haben ein Band der Liebe und Eintracht unter den Menschen gewirkt, ließen zerstreute Völker zu einer Nation und wandernde Stämme zu einem mächtigen Königreiche werden. Sie errichteten die Grundlage göttlicher Einheit und haben alle zum Weltfrieden gerufen. All diese heiligen, göttlichen Manifestationen bilden eine Einheit. Sie dienen demselben Gott, verkünden dieselbe Wahrheit, begründen dieselben Institutionen und strahlen das nämliche Licht wider. Sie kamen nacheinander und sie bezogen sich aufeinander. Jeder hat den, der nach Ihm kommen sollte, angekündigt und verherrlicht... In Name und Form unterscheiden sie sich, aber in Wirklichkeit stimmen sie überein und sind identisch.

Abdu´l-Bahá (aus: Christ sein heißt)

Sagt nicht, daß jemand Italiener, Franzose oder Engländer ist, denkt nur daran, daß er ein Sohn Gottes, ein Diener des Allerhöchsten ist, ein Mensch! Alle sind M e n s c h e n! Vergeßt die Landeszugehörigkeiten - alle sind gleich im Angesicht Gottes. 
Denkt nicht an eure eigene Begrenztheit, denn Gottes Hilfe wird mit euch sein. Vergeßt euch selbst, denn Gottes Hilfe wird gewißlich zu euch kommen. 
Wenn ihr die Barmherzigkeit Gottes anruft und auf ihren Beistand wartet, wird eure Kraft verzehnfacht werden. 

Abdu´l-Bahá

Die Mannigfaltigkeit innerhalb der menschlichen Familie mußte die Ursache der Liebe und des Zusammenklanges sein, wie in der Musik, bei der viele verschiedene Noten in einem vollkommenen Akkord ineinander wirken. Wenn ihr mit Menschen anderer Hasse und Farbe als der eurigen zusammenkommt so seid nicht mißtrauisch gegen sie und zieht euch nicht in das Schneckenhaus herkömmlicher Förmlichkeit zurück, sondern seid froh und erzeigt ihnen Güte. Denkt an sie wie an verschiedenfarbige Rosen, die im schönen Garten der Menschheit wachsen, und freut euch, daß ihr unter ihnen seid. 

Abdu´l-Bahá

Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit. Die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz sind die machtvollsten Werkzeuge und die sichersten Mittel dafür, daß das Licht der Einheit zwischen den Menschen anbricht. Der Fortschritt der Welt, die Entwicklung der Nationen, die Ruhe der Völker und der Frieden aller Erdenbewohner gehören zu den Grundsätzen und Geboten Gottes. Die Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und läßt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen.
Bahá'u'lláh – Botschaften aus Akka ~

"Vor Gott sind alle Menschen gleich. Im Reich Seiner Gerechtigkeit und Unparteilichkeit gibt es keinen Unterschied oder Vorzug für irgendeine Seele. 
Die Einteilungen hat nicht Gott gemacht, sie haben vielmehr ihren Ursprung im Menschen selbst. Da sie gegen den Plan und die Absicht Gottes sind, sind sie falsch und nur in der Einbildung vorhanden..."

Erstickt die Flammen des Krieges, hißt hoch die Banner des Friedens, arbeitet für die Einheit der Menschheit und denkt daran, daß Religion ein Kanal der Liebe zu allen Völkern ist. Wißt, daß die Menschenkinder Gottes Schafe sind und Er ihr liebender Hirte, daß Er zärtlich all Seine Schafe umsorgt, sie auf Seinen grünen Auen der Gnade weidet und sie aus dem Brunnquell des Lebens tränkt. So handelt der Herr. Das sind Seine Segnungen. Das ist aus Seinen Lehren Sein Gebot für die Einheit der Menschheit.
Abdu´l-Baha (Bahai Religion)

Ein Freund fragte, inwiefern die Lehren Baháulláhs zu den Lehren Jesu Christi im Gegensatz stehen. "Die Lehren sind gleich", erklärte Abdu´l-Bahá, "sie haben die gleiche Grundlage und entstammen dem gleichen Tempel. Es gibt nur eine ungeteilte Wahrheit. Die Lehren Jesu sind sehr konzentriert. Bis heute sind die Menschen sich über die Bedeutung vieler Seiner Aussagen gar nicht einig. Seine Lehren sind wie eine in der Knospe verborgene Blüte. Heute entfaltet sich die Knospe zur Blüte! Bahá u lláh hat die Lehren erfüllt, sie erweitert und Punkt für Punkt auf die ganze Welt angewandt.
Unter den Bahá´í gibt es keine Einzelgänger, keine Einsiedler. Der Mensch muss mit seinen Mitmenschen zusammenarbeiten. Jeder, ob reich oder arm, sollte ein Gewerbe, eine Kunst oder einen erlernten Beruf ausüben, und damit muss er der Menschheit dienen. Ein solcher Dienst wird als höchste Form der Anbetung angenommen."

Alle Offenbarer Gottes kamen mit der nämlichen Absicht, und alle haben sie versucht, die Menschen auf den Pfad der Tugend zu führen. Doch wir, ihre Diener, streiten untereinander. Warum ist es so? Warum lieben wir nicht einander und leben wir nicht in Eintracht? 
Darum, daß wir unsere Augen vor dem Grundprinzip aller Religionen verschlossen haben: daß Gott einer ist, daß Er unser aller Vater ist, daß wir alle in das Meer Seines Erbarmens getaucht sind und durch Seine liebevolle Sorge beschützt und behütet werden. 
Die herrliche Sonne der Wahrheit leuchtet gleicherweise für alle, in den Wassern der göttlichen Barmherzigkeit taucht jeder unter, und Seine göttliche Gunst kommt allen Seinen Kindern zugute. 
Dieser liebende Gott wünscht Frieden für alle Seine Geschöpfe. Warum verbringen sie dann ihre Zeit mit Kriegen? 
Er liebt und behütet alle Seine Kinder. Warum vergessen sie Seiner? 

Abdu´l-Bahá

In den Augen des Schöpfers sind alle Seine Kinder gleich. Seine Güte ergießt sich über alle. Er begünstigt weder das eine noch das andere Land. Sie alle sind in gleicher Weise Seine Geschöpfe. Da dies so ist, warum dann sollten wir Trennungslinien ziehen, die eine Rasse von der anderen scheiden? Warum dann sollten wir Schranken des Aberglaubens und der Überlieferung errichten, die Uneinigkeit und Hass unter die Menschen bringen?

Der einzige Unterschied zwischen den Gliedern der menschlichen Familie liegt in ihrer Stufe. Einige sind wie unwissende Kinder, die erzogen werden müssen, bis sie die Reife erlangen.

"O ihr einander bekämpfenden Völker und Geschlechter der Erde! Wendet euer Angesicht der Einheit zu und lasst den Glanz ihres Lichtes auf euch scheinen. Versammelt euch und beschliesst um der Sache Gottes Willen, all das uszurotten, was die Quelle des Streites unter euch ist. Alsdann wird der Glanz der Erhabenen Leuchte die ganze Erde umhüllen und ihre Bewohner werden die Bürger einer
Stadt werden und einen und denselben Sitz einnehmen.
Dieser Unterdrückte hat seit den frühen Tagen seines Lebens keinen anderen Wunsch als diesen gehegt und wird auch künftig keinen anderen Wunsch als diesen hegen.
Die Völker der Welt, welcher Rasse oder welcher Religion sie auch angehören mögen, leiten ihre Erkenntnis unzweifelhaft aus e i n e r himmlischen Quelle her, und alle sind die Geschöpfe e i n e s Gottes . . ."

(Baha´u´llah)

Sieh, wie Abraham bestrebt war, Glauben und Liebe unter die Menschen zu bringen, wie Moses versuchte, die Menschen durch feste Gesetze zu einen, wie der Herr Christus bis in den Tod hinein litt, um das Licht der Liebe und Wahrheit in eine verdüsterte Welt zu bringen, wie Muhammad suchte, Einigkeit und Frieden in die verschiedenen unzivilisierten Stämme seiner Umgebung zu tragen. Und als letzter von allen hat Bahá'u'lláh vierzig Jahre lang für die gleiche Sache gelitten, für das einzige edle Ziel, Liebe unter die Menschenkinder zu tragen, und für den Frieden und die Einheit der Welt hat der Báb Sein Leben dahingegeben.

Bemühet euch deshalb, dem Beispiel dieser göttlichen Wesen zu folgen, trinket aus ihrer Quelle, lasset euch durch ihr Licht erleuchten und werdet für die Welt zu Sinnbildern der Barmherzigkeit und der Liebe Gottes. Seid der Welt wie Regen und Wolken des Erbarmens, wie Sonnen der Wahrheit. Seid ein himmlisches Heer, und ihr werdet wirklich die Stadt der Herzen erobern. 
Abdu´l-Bahá

O Völker der Erde! Die Sonne der Wahrheit ist aufgegangen, um die ganze Welt zu erleuchten und die Gesellschaft der Menschen zu vergeistigen. Lobenswert sind die Ergebnisse und Früchte, reichhaltig die heiligen Beweise, die aus dieser Gnade fließen. Dies bedeutet echte Barmherzigkeit und reinste Großmut, Licht für die Welt und alle ihre Völker, Harmonie und Brüderlichkeit, Liebe und Solidarität; ja es bedeutet Mitleid und Einigkeit und das Ende von Entfremdung, es bedeutet, eins zu sein mit allen auf Erden in vollkommener Würde und Freiheit.

Die Gesegnete Schönheit spricht: "Ihr seid alle die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges." Er hat diese Welt des Seins mit einem einzigen Baum verglichen und alle ihre Völker mit dessen Blättern, Blüten und Früchten. Der Zweig muß zum Blühen kommen, Blatt und Frucht müssen wachsen; das Gedeihen von Blatt und Blüte und die Süße der Frucht hängen von der innigen Verbundenheit aller Teile des Weltenbaumes ab.

Deshalb müssen alle Menschen sich gegenseitig äußerst wirksam unterstützen, alle müssen nach dem ewigen Leben trachten; und aus demselben Grunde müssen die, die Gott lieben, in dieser Welt des Zufalls zu Gnadengaben und Segnungen werden, die durch den milden König der sichtbaren und unsichtbaren Reiche ausgestrahlt wurden. Sie sollten ihren Blick läutern und die ganze Menschheit als Blätter, Blüten und Früchte am Baume des Seins erkennen. Sie sollten zu allen Zeiten danach trachten, eine gute Tat für einen Mitmenschen zu tun und ihm Liebe, Beachtung und Vorsorgliche Hilfe zu erweisen. Niemanden sollten sie als ihren Feind betrachten noch jemandem etwas Böses wünschen, sondern in jedem Menschen den Freund sehen, den Fremden als Vertrauten, den Unbekannten als Weggefährten betrachten, frei von Vorurteil und ohne Grenzen.

Abdu´l-Bahá

Gottes Wille ist, dass die Streitigkeiten unter den Nationen aufhören. Wer das Werk der Einigkeit voranbringt, der vollbringt Gottes Werk. Einigkeit ist die Gabe Gottes für dieses erleuchtete Jahrhundert. Gepriesen sei Gott! Heutzutage gibt es viele Vereine für Einheit und viele Versammlungen werden dafür abgehalten. Feindschaft ist nicht mehr ein Grund für Spaltung. Jetzt sind vorwiegend Vorurteile verantwortlich für Uneinigkeit. Ein Beispiel: Wenn vor Jahren Europäer den Osten bereisten, hielt man sie für unrein und hasste sie. Jetzt ist es anders: Wenn westliche Menschen im Osten jene besuchen, die Anhänger des Neuen Lichtes sind, werden sie liebevoll und zuvorkommend empfangen.
Abdul-Bahá umarmte ein kleines Kind und meinte:
Der wahre Baháí liebt die Kinder, weil sie, wie Jesus sagt, dem Himmelreich angehören. Ein schlichtes, reines Herz steht Gott nahe. Ein Kind strebt nicht ehrgeizig nach Weltlichem.
Abdu´l-Bahá

Dies ist ein leuchtendes Jahrhundert. Die Augen sind jetzt offen für das Schöne an der Einheit der Menschheit, für Liebe und Brüderlichkeit. Der Unterdrückung Dunkel wird weichen und der Einheit Licht leuchten. Wir können keine Liebe und Einheit schaffen, wenn wir nur davon reden. Wissen reicht nicht aus. Wir wissen, dass Reichtum, Wissenschaft und Bildung etwas Gutes sind. Aber wir müssen auch arbeiten und eifrig lernen, damit die Frucht des Wissens zur Reife gelangt.
Wissen ist der erste Schritt, Entschlossenheit der zweite, und der dritte Schritt ist die Ausführung, die Tat. Um ein Gebäude zu errichten, muss man zuallererst einen Plan machen, dann braucht man das Leistungsvermögen (Geld), dann kann man bauen. Die Gründung einer Gesellschaft für Einheit ist eine gute Sache, aber Treffen und Diskussionen reichen nicht aus. In Ägypten gibt es eine solche Gruppe, doch es wird nur geredet und nichts kommt dabei heraus. Diese Treffen hier in London sind gut, das Wissen und die Absicht sind gut, aber wie kann ohne Handeln ein Ergebnis erzielt werden? Die Kraft zur Einigung ist heute der Heilige Geist Bahá’u’lláhs. Er verkörpert diesen Geist der Einheit. Bahá’u’lláh bringt Ost und West zusammen. Forscht nach in der früheren Geschichte, ihr werdet nichts Vergleichbares finden.

Gott erschuf die Welt als ein Ganzes. Die Menschen haben Grenzen abgesteckt. Gott hat das Land nicht aufgeteilt, aber jeder Mensch besitzt Haus und Wiese. Pferde und Hunde teilten die Felder nicht in Parzellen. Darum sagt Bahá’u’lláh: „Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt“. Alle gehören einer Familie an, einer Art, alle sind sie Menschen. Meinungsverschiedenheiten über die Aufteilung von Landstrichen sollten kein Grund zur Spaltung unter den Menschen sein.
Ein starker Trennungsgrund ist die Hautfarbe. Seht, wie stark dieses Vorurteil z.B. in Amerika ist. Schaut, wie sie einander hassen! Tiere streiten sich nicht wegen ihrer Farbe! Der Mensch, der auf einer so viel höheren Schöpfungsstufe steht, sollte gewisslich nicht primitiver sein als die Tiere. Denkt darüber nach. Welche Einfältigkeit! Weiße Tauben streiten nicht mit blauen Tauben wegen ihrer Farbe, aber weiße Menschen kämpfen gegen Dunkelhäutige. Von allen das schlimmste ist das Rassenvorurteil.
Im Alten Testament heißt es, Gott habe den Menschen nach Seinem eigenen Bildnis geschaffen. Im Koran steht: „Es gibt keinen Unterschied in der Schöpfung Gottes!“ Denkt darüber nach: Gott hat alle erschaffen, sorgt für alle, und alle stehen unter Seinem Schutz. Gottes Plan ist besser als unsere Pläne. Wir sind nicht so weise wie Gott!

Abdu´l-Bahá

Vergesst euer Selbst und wirkt für die ganze Menschheit. Denkt immer daran, dass ihr für die ganze Welt arbeitet, nicht für eine Stadt oder selbst für ein Land, denn wo wir alle Brüder sind, ist auch jedes Land eines jeden Heimatland.
Vor allem aber denkt daran, was Bahá’u’lláh über Klatsch und üble Nachrede lehrt. Geschichten, die über andere weitererzählt werden, sind selten gut. Eine schweigsame Zunge birgt die geringste Gefahr. Sogar das Gute kann schaden, wenn es zur falschen Zeit oder zur falschen Person gesagt wird.“

Abdu´l-Bahá

DIE PFLICHT ZUR FREUNDLICHKEIT UND ANTEILNAHME GEGENÜBER AUSLÄNDERN UND FREMDEN 
Abdu´l-Bahá, 16. und 17. Oktober 1911 

 

Wenn sich ein Mensch zu Gott hinwendet, findet er überall Sonnenschein. Alle Menschen sind seine Brüder. Vermeidet, wenn ihr mit Ausländern zusammenkommt, durch überkommene Förmlichkeit den Anschein von Kälte und mangelnder Anteilnahme zu erwecken, Schaut sie nicht an, als ob ihr sie für Tunichtgute, Diebe oder Flegel hieltet. Es mag euch geraten erscheinen, vorsichtig zu sein, um euch nicht den Gefahren einer Bekanntschaft mit solchen vielleicht unerwünschten Elementen auszusetzen. 

Ich bitte euch, denkt nicht nur an euch selbst. Seid freundlich zu den Fremden, gleichviel ob sie aus der Türkei, aus Japan, Persien, Rußland, China oder irgendeinem anderen Land der Erde kommen. 

Helft ihnen, sich daheim zu fühlen, erkundigt euch nach ihrer Unterkunft, fragt, ob ihr ihnen nicht irgendeinen Dienst erweisen könnt, und versucht, ihr Leben ein wenig glücklicher zu gestalten. 

Bleibt auch dann noch weiterhin freundlich, wenn sich euer ursprünglicher Verdacht bestätigt - derartige Freundlichkeit wird ihnen helfen, sich zu bessern. 

Warum sollten wir überhaupt Ausländer als Fremde behandeln? 

Laßt die Menschen, die ihr trefft, auch ohne besondere Betonung wissen, daß ihr in der Tat Bahá'í seid. Setzt Bahá'u'lláhs Lehre von der Güte gegenüber allen Nationen in die Tat um. 

Begnügt euch nicht damit, durch Worte Freundschaft zu erzeigen, laßt eure Herzen in liebevoller Freundlichkeit für alle erglühen, die eure Wege kreuzen. 

O ihr, die ihr dem Westen angehört: seid gut zu denen, die aus der Welt des Ostens kommen, um unter euch zu weilen. Vergeßt in der Unterhaltung mit ihnen eure Förmlichkeiten, die ihnen ungewohnt sind. Östlichen Völkern erscheint ein derartiges Verhalten kalt und unfreundlich. Befleißigt euch vielmehr des Mitempfindens. Laßt sie fühlen, daß ihr von allumfassender Liebe erfüllt seid. Wenn ihr einen Perser oder einen anderen Fremden trefft, so redet mit ihm wie mit einem Freunde; scheint er einsam zu sein, so trachtet danach, ihm zu helfen. Leiht ihm bereitwillig eure Dienste. Wenn er traurig ist, so tröstet ihn, wenn er arm ist, unterstützt ihn, wenn er bedrückt ist, steht ihm bei, ist er im Elend, stärkt ihn. Tut ihr das, so werdet ihr nicht nur mit Worten, sondern auch durch Taten und in der Wahrheit zeigen, daß ihr alle Menschen als Brüder anseht. 

Was kann es nützen, zuzustimmen, daß weltumfassende Freundschaft gut ist, und von der Gemeinschaft der menschlichen Rasse als von einem hohen Ziel zu reden? Solange derartige Gedanken nicht zu Taten werden, sind sie wertlos. 

Das Unrecht in der Welt besteht gerade deshalb weiter, weil die Menschen lediglich von ihren Idealen r e de n und nicht auch trachten, sie in Taten umzusetzen. Würden Taten an die Stelle der Worte treten, so würde das Elend auf der Welt sehr bald in Wohlergehen verwandelt werden. 

Ein Mensch, der Gutes tut und nicht darüber spricht, ist auf dem Wege zur Vervollkommnung. 

Wer wenig Gutes tut und es durch Reden größer macht, ist nur recht wenig wert. 

Wenn ich euch liebe, muss ich nicht fortgesetzt von meiner Liebe sprechen - ihr werdet es auch ohne irgendwelche Worte wissen. Liebte ich euch hingegen nicht, so würdet ihr es gleichfalls wissen - und ihr würdet mir nicht glauben, selbst wenn ich mit tausend Worten erzählte, daß ich euch liebe. 

Die Menschen machen viel Wesens um das Gute, indem sie viele schöne Worte gebrauchen, weil sie größer und besser als ihre Mitmenschen erscheinen möchten und in den Augen der Welt nach Ruhm begehren. Wer das meiste Gute tut, der macht die wenigsten Worte über seine Taten. 

Die Kinder Gottes tun ihre Werke, ohne sich zu brüsten, indem sie Seine Gebote halten. 

Ich hoffe Tür euch, daß ihr immer Gewalt und Unterdrückung meiden und unablässig arbeiten werdet, bis Gerechtigkeit in jedem Lande herrscht, und daß ihr eure Herzen rein und eure Hände frei ,von Unrecht haltet. 

Dies ist es, was ihr tun müsst, um Gott nahe zu kommen dies ist, was ich von euch erwarte. 

Zitat der Woche

Religion ist im übrigen keine Ansammlung von Glaubenssätzen oder Bräuchen; Religion ist die Lehre Gottes, des Herrn, eine Lehre, die das Leben der Menschheit begründet, dem Verstand erhabene Gedanken eingibt, den Charakter veredelt und den Grundstock legt für des Menschen ewige Ehre.

Abdu´l-Baha (Briefe und Botschaften)


 

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