Botschaften an die Herrscher der Welt

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Beginnend mit dem Jahr 1867 richtete Bahá’u’lláh  (1817-1892) eine Reihe inhaltsvoller Sendschreiben an die wichtigsten weltlichen und religiösen Herrscher der damaligen Zeit, unter ihnen Kaiser Napoleon III., Königin Victoria, Kaiser Wilhelm I., Sultan `Abdu’l-`Aziz, Násiri’d-Din Sháh, Papst Pius IX. und die Präsidenten Amerikas. In diesen vorausschauenden Schriften verkündete Er offen Seinen Anspruch und sprach vom Anbruch eines neuen Zeitalters. Aber zunächst, so warnte Er, würde es katastrophale Umwälzungen in der politischen und gesellschaftlichen Ordnung der Welt geben. Er rief die herrschenden Oberhäupter auf, Gerechtigkeit zu wahren und eine Versammlung einzuberufen, die den Kriegen dauerhaft ein Ende setzen würde. Nur durch gemeinsames Handeln, sagte Er, könne ein dauerhafter Friede geschaffen werden. Seine Warnungen trafen auf taube Ohren.

 

 

O Könige der Erde!                                                                                                         

 Er, der souveräne Herr aller, ist gekommen. Das Reich ist Gottes, des allmächtigen Beschützers, des Selbstbestehenden. Betet niemanden an außer Gott, und erhebt euer Angesicht strahlenden Herzens zu eurem Herrn, dem Herrn aller Namen. Dies ist eine Offenbarung, mit der niemals vergleichbar ist, was ihr besitzet, o daß ihr es doch wüsstet!
Die Schätze, die ihr sammelt, lenken euch weit ab von eurem letzten Ziel. Dies steht euch übel an - könntet ihr es doch verstehen! Reinigt eure Herzen von allem irdischen Schmutz und eilt in das Reich eures Herrn, des Schöpfers von Erde und Himmel.

 

"O Könige der Erde! Wir sehen euch jedes Jahr eure Ausgaben vermehren und deren Lasten euren Untertanen aufbürden. Das ist, wahrlich, ungerecht. Fürchtet die Seufzer und Tränen dieses Unterdrückten und ladet nicht übermäßige Lasten auf eure Völker. Beraubt sie nicht, um für euch selbst Paläste zu errichten. Nein, wählt vielmehr für sie das, was ihr für euch selbst wählt. So entrollen Wir vor euren Augen das, was euch nützt - würdet ihr es doch erkennen! Eure Völker sind eure Schätze."

"Nun, da ihr den Größten Frieden zurückgewiesen habt, haltet euch an den Geringeren Frieden, auf daß ihr wenigstens einigermaßen eure eigene Lage und die der von euch Abhängigen bessern möget."

 

 

An Königin Viktoria

O Königin in London! Neige dein Ohr der Stimme deines Herrn, des Herrn des ganzen Menschengeschlechts, die vom göttlichen Lotosbaum ruft: Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem Allmächtigen, dem Allweisen! Gib auf, was auf Erden ist, und schmücke das Haupt deines Reiches mit der Krone des Gedenkens deines Herrn, des Herrlichsten.
Sieh ab von deinen Wünschen, und wende dein Herz deinem Herrn, dem Urewigen, zu.

Wir haben vernommen, daß du den Handel mit Sklaven, Männern wie Frauen, verboten hast. Wahrlich, dies ist, was Gott in dieser wundersamen Offenbarung geboten hat. Dafür hat Er dir eine Belohnung bestimmt. Er wird dem, der Gutes tut, seinen gerechten Lohn nicht versagen.

 

Wir haben erfahren, daß du die Zügel der Beratung in die Hände der Volksvertreter gelegt hast. Du hast fürwahr gut daran getan, denn so werden das Fundament deiner Staatsgeschäfte gestärkt und die Herzen aller, die unter deinem Schutze stehen, seien sie hoch oder niedrig, zur Ruhe kommen. Den Abgeordneten steht es jedoch an, vertrauenswürdig zu sein und sich als die Vertreter aller, die auf Erden wohnen, zu betrachten. Dies ist es, was der Herrscher, der Allweise, ihnen auf dieser Tafel rät.

 

AN KAISER WILHELM I

O König von Berlin! Horch auf die Stimme, die aus diesem offenbaren Tempel ruft: "Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem Immerwährenden, dem Unvergleichlichen, dem Altehrwürdigen der Tage." Hab acht, daß Hochmut dich nicht hindere, den Morgen göttlicher Offenbarung zu erkennen, daß irdische Wünsche dich nicht wie ein Schleier abhalten vom Herrn des Thrones in der Höhe und auf der Erde hienieden. Also rät dir die Feder des Höchsten. Er ist wahrlich der Gnädige, der Allgroßmütige.

Sei gewarnt! Gehöre zu denen, die nachdenken.

Ufer des Rheins! Wir sehen euch mit Blut bedeckt, da die Schwerter der Vergeltung gegen euch gezückt wurden; und noch einmal wird es euch so ergehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obwohl es heute in sichtbarem Ruhme strahlt.

 

 

AN ZAR ALEXANDER II

O Zar von Rußland! Neige dein Ohr der Stimme Gottes, des Königs, des Heiligen, und wende dich dem Paradiese zu, der Stätte, wo Er wohnt, der unter den himmlischen Scharen die erhabensten Titel trägt und dem im Reiche der Schöpfung der Name Gott, der Strahlende, der Glorreiche, beigelegt wird.                                                                                    

Hüte dich, daß dich deine Begierde nicht hindere, dich dem Angesichte deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigsten, zuzuwenden.

Selig der König, den die Schleier des Ruhmes nicht davon abhielten, sich dem Tagesanbruch der Schönheit zuzuwenden, und der allem entsagt in seinem Verlangen nach dem, was bei Gott ist. Er wird wahrlich von Gott zu den vortrefflichsten Menschen gezählt. Die Bewohner des Paradieses und diejenigen, die des Morgens und des Abends den höchsten Thron umkreisen, preisen ihn.

 

An Pius IX.

O Papst! Zerreiße die Schleier! Er, der König der Könige, ist gekommen, von Wolken überschattet, und der Ratschluss ward erfüllt durch Gott, den Allmächtigen, den Unbeschränkten. Vertreibe die Nebelschwaden durch die Macht deines Herrn, und erhebe dich zum Reich Seiner Namen und Eigenschaften. So befiehlt es dir die Feder des Höchsten auf Geheiß deines Herrn, des Allmächtigen, des Allbezwingenden. Wahrlich, Er ist abermals vom Himmel herniedergekommen, wie Er von dort beim ersten Male herniederkam. Hüte dich, mit Ihm zu streiten wie ehedem die Pharisäer ohne ein klares Zeichen und ohne Beweis. Zu Seiner Rechten strömen die Lebenswasser der Gnade und zu Seiner Linken der erlesene Wein der Gerechtigkeit, vor Ihm schreiten die Engel des Paradieses mit den Bannern Seiner Zeichen. Hab acht, daß dich nicht ein Name von Gott fernhält, dem Schöpfer von Himmel und Erde. Entsage der Welt und wende dich deinem Herrn zu, durch den die ganze Erde erleuchtet ward.

 

O ihr gewählten Vertreter des Volkes in allen Ländern! Beratet miteinander über das, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert, so ihr zu denen gehört, die achtsam prüfen! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Leib, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus vielerlei Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unfähiger Ärzte fiel, die sich nur von ihren persönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So unterrichtet euch der Allwissende, der Allweise.

Wir sehen sie an diesem Tage der Willkür von Herrschern ausgeliefert, die von Hochmut so trunken sind, daß sie ihren eigenen Vorteil nicht zu erkennen vermögen, geschweige denn eine so herausfordernde und bestürzende Offenbarung wie diese. Und versuchte einer von ihnen, den Zustand der Welt zu bessern, so war sein Beweggrund, eingestanden oder nicht, der eigene Nutzen. Dieses unlautere Motiv hat seine Heilkraft gemindert.

 

Wisst, daß die Armen das Pfand Gottes in eurer Mitte sind, Seid achtsam, daß ihr Sein Pfand nicht veruntreut, daß ihr nicht ungerecht an ihnen handelt und daß ihr nicht auf den Wegen der Verräter wandelt.

 

 

O Könige der Christenheit!

Vernahmt ihr nicht das Wort Jesu, des Geistes Gottes: „Ich gehe hin und komme wieder zu euch“3? Warum versäumtet ihr dann, als Er wiederkam zu euch in den Wolken des Himmels, Ihm zu nahen, auf Sein Antlitz zu schauen und in Seine Gegenwart zu gelangen? An anderer Stelle sagt Er:

„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, wird Er euch in alle Wahrheit leiten.“4

Doch seht, als Er die Wahrheit brachte, da weigertet ihr euch, Ihm euer Angesicht zuzuwenden, und ergötztet euch weiter mit Spiel und Tand. Ihr hießet Ihn nicht willkommen, noch suchtet ihr Seine Gegenwart, um die Verse Gottes aus Seinem Munde zu hören und der vielfältigen Weisheit des Allmächtigen, des Allherrlichen, des Allweisen, teilhaftig zu werden. Ihr habt versagt und so den Odem Gottes daran gehindert, über euch zu wehen. Eurer Seele habt ihr die Süße seines Duftes vorenthalten, und weiter streift ihr voll Ergötzen durch das Tal verderbter Lüste. Bei Gott! Ihr werdet vergehen mit allem, was ihr besitzet. Fürwahr, zu Gott werdet ihr zurückkehren und in der Gegenwart dessen, der die ganze Schöpfung zusammenrufen wird, zur Rechenschaft gezogen für das, was ihr getan.

3 Joh. 14:28 , 4 Joh. 16:13

 

O Mein Gott! Du bist der Freigebigste, dessen Gnade unendlich ist. Halte Deine Diener nicht ab von diesem mächtigen Meere, in dem Du die Perlen Deines Wissens und Deiner Weisheit birgst, und weise sie nicht ab an Deinem Tor, das Du allen aufgetan in Deinem Himmel und auf Deiner Erde! O Herr! Überlasse sie nicht sich selbst, denn sie verstehen nicht und fliehen vor dem, was besser für sie ist als alles, was Du auf Deiner Erde geschaffen hast. Betrachte sie, o Mein Gott, mit dem Auge Deiner Gunst und Gnade, und befreie sie von Selbstsucht und Leidenschaft, auf daß sie sich Deinem erhabensten Horizont nähern, die Süße Deines Gedenkens schmecken und sich an dem Brot laben, das Du vom Himmel Deines Willens und vom Firmament Deiner Gnade herabgesandt hast. Seit jeher hat Deine Freigebigkeit die ganze Schöpfung umfaßt und Deine Barmherzigkeit alle Dinge überragt. Es ist kein Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Mitleidvollsten.

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