Freiheit

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Aller Ruhm sei dem einen, wahren Gott - gepriesen sei Seine Herrlichkeit -, da Er durch die Feder des Höchsten die Tore der Menschenherzen geöffnet hat, jeder Vers, den diese Feder offenbart hat, ist ein strahlendes, leuchtendes Tor, das die Herrlichkeit eines heiligen, gottesfürchtigen Lebens und reiner, makelloser Taten erschließt. Der Aufruf und die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nur ein Land oder ein Volk erreichen oder nur diesem zugute kommen. Die Menschheit als Ganzes muss entschlossen dem folgen, was ihr offenbart und gewährt ist.

Dann, nur dann wird sie zu wahrer Freiheit gelangen.

Baha‘u‘llah

 

Seht die Kleingeistigkeit der Menschen. Sie verlangen nach dem, was ihnen schadet, und verwerfen, was ihnen nützt. Sie gehören fürwahr zu denen, die weit abgeirrt sind. Wir sehen Menschen, die Freiheit begehren und stolz darauf sind. Solche Menschen befinden sich in den Tiefen der Unwissenheit.

Freiheit muss letzten Endes zu Aufruhr führen, dessen Flammen niemand löschen kann. So warnt euch Er, der Rechnende, der Allwissende. Wisst, daß die Verkörperung der Freiheit und ihr Sinnbild das Tier ist. Dem Menschen ziemt es, daß er sich in Schranken fügt, die ihn vor seiner eigenen Unwissenheit beschützen und vor dem Schaden des Unheilstifters bewahren. Freiheit veranlasst den Menschen, die Grenzen des Schicklichen zu überschreiten und die Würde seiner Stufe zu verletzen. Sie erniedrigt ihn auf die Ebene tiefster Verderbtheit und Schlechtigkeit.

 

Sprich: Wahre Freiheit besteht in der Unterwerfung des Menschen unter Meine Gebote, so wenig ihr dies auch versteht. Würden die Menschen befolgen, was Wir aus dem Himmel der Offenbarung auf sie herabsandten, so würden sie sicherlich vollkommene Freiheit erlangen. Glücklich der Mensch, der die Absicht Gottes in allem erfasst, was Er aus dem Himmel Seines Willens, der alles Erschaffene durchdringt, offenbart!

Bahá‘u‘lláh

 

Sprich: Die Freiheit, die euch nützt, ist nirgendwo zu finden außer in vollkommener Dienstbarkeit vor Gott, der Ewigen Wahrheit. Wer ihre Süße kostet, wird es verschmähen, sie gegen alle Herrschaft der Erde und des Himmels zu tauschen.

Bahá‘u‘lláh

 

Die an der Macht sind, haben die Pflicht, Mäßigung in allen Dingen zu üben. Was die Grenzen der Mäßigung überschreitet, hört auf, wohltätigen Einfluß auszuüben.

Betrachtet zum Beispiel Gegenstände wie Freiheit, Zivilisation und dergleichen. Wie wohlgefällig verständige Menschen sie auch immer betrachten mögen, ins Übermaß gesteigert, werden sie verderblichen Einfluß auf die Menschen haben. ...

So Gott will, werden die Völker der Welt als Ergebnis der hohen Bestrebungen ihrer Herrscher sowie der Weisen und Gelehrten unter den Menschen dahin geführt werden, ihr wahres Wohl zu erkennen. Wie lange wird die Menschheit in ihrem Eigensinn verharren? Wie lange wird das Unrecht fortbestehen? wie lange sollen Chaos und Verwirrung unter den Menschen herrschen? Wie lange wird Zwietracht das Antlitz der Gesellschaft zerwühlen? Ach, die Winde der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. Ich flehe zu Gott, gepriesen sei Seine Herrlichkeit, Er möge die Völker der Erde gnädig erwecken, möge ihnen gewähren, daß das Ergebnis ihres Verhaltens nutzbringend für sie sei, und ihnen helfen, das zu vollbringen, was ihrer Stufe würdig ist.

 

Die Menschheit ist heute niedergedrückt von Mühsal, Sorge und Kummer. Niemand kann sich ihnen entziehen. Die Welt ist nass von Tränen, doch steht das Heilmittel Gott Lob vor der Türe. Lasset uns unsere Herzen abwenden von der Welt des Stoffes und in der Welt des Geistes leben. Sie allein kann Freiheit geben. Sind wir von Schwierigkeiten umringt, so brauchen wir nur Gott zu rufen, und Seine große Barmherzigkeit wird uns helfen.

Abdu´l-Bahá

 

"Suche die Wahrheit, und die Wahrheit wird dir Freiheit bringen." So werden wir die Wahrheit in allen Religionen erblicken, denn die Wahrheit ist in allen, und alle Wahrheit ist nur eine!
Abdu´l-Bahá

 

 

Erlebnisse aus vierzig Jahren Gefangenschaft

Wir saßen im Kreis mit Blick auf Abdu´l-Bahá. Er erkundigte sich, ob wir ihm Fragen stellen möchten. Ich sagte, mein Herausgeber habe mich geschickt, um etwas über sein Leben als Gefangener zu erfahren. Auf einfache, sachliche Art erzählte Abdu´l-Bahá daraufhin eine bemerkenswerte Geschichte:

„Im Alter von 9 Jahren begleitete ich meinen Vater, Bahá‘ u‘ lláh, auf Seiner Reise ins Exil nach Baghdád, zusammen mit 70 weiteren Gläubigen. Nach ständiger Verfolgung hatte dieses Verbannungsurteil zum Ziel, in Persien das völlig auszumerzen, was die Regierung für eine höchst gefährliche Religion hielt. Bahá‘ u‘ lláh wurde mit Familie und Gefolge verbannt und von Ort zu Ort geschickt. Als ich etwa 25 Jahre alt war, verlegte man uns von Konstantinopel nach Adrianopel und von dort verbrachten sie uns unter militärischer Bewachung in die Festungsstadt Akká, wo wir eingekerkert und streng bewacht wurden. Wir hatten keinerlei Kontakt mit der Außenwelt. Jeder Brotlaib wurde von den Wachen durchgeschnitten, um sicherzustellen, dass keine Nachricht darin steckte. Alle Männer, Frauen und Kinder, die an die Bahá‘ í-Offenbarung glaubten, wurden mit uns eingekerkert. Wir waren insgesamt 150 Personen in zwei Räumen und niemand durfte diesen Ort verlassen, mit Ausnahme von vieren, die jeden Morgen unter Bewachung zum Bazar einkaufen gingen. Der erste Sommer war schrecklich. Akká ist eine fieberverseuchte Stadt. Man erzählte, dass ein Vogel, der es zu überfliegen versuche, tot herunterfallen würde. Das Essen war erbärmlich und unzureichend, das Wasser kam von einer fieberverseuchten Quelle. Klima und Lebensbedingungen waren so, dass sogar die Einwohner der Stadt erkrankten. Viele Soldaten brachen zusammen und von 10 unserer Wärter starben 8. Während der größten Hitze befiel die Gefangenen Malaria, Typhus und Ruhr, so dass alle, Männer, Frauen und Kinder, gleichzeitig krank waren. Es gab keine Ärzte, keine Arznei, kein geeignetes Essen und keinerlei Behandlung.

Ich kochte immer für alle Suppe, und weil ich viel Übung gewonnen habe, koche ich gut Suppe!“ sagte Abdu‘ l-Bahá lachend.

Bei dieser Gelegenheit erklärte mir einer der Perser, dass Abdu‘l-Bahá wegen seiner wunderbaren Geduld, Hilfsbereitschaft und Ausdauer stets „der Meister“ genannt wurde. Seine vollkommene Meisterschaft konnte man leicht an seiner völligen Loslösung von Zeit und Raum und sogar von dem, was ein türkisches Gefängnis einem antun konnte, ablesen.

„Nach zwei Jahren strengster Haft erhielt ich die Erlaubnis, ein Haus zu suchen, so dass wir außerhalb der Gefängnismauern, aber noch innerhalb der Festungswälle wohnen konnten. Viele Gläubige kamen aus Persien, um uns nahe zu sein, aber sie durften es nicht. So vergingen 9 Jahre. Mal ging es uns besser, mal schlechter. War der Gouverneur, von dem alles abhing, gerade ein freundlicher, milder Herrscher, gewährte er uns die Erlaubnis zum Verlassen der Festung und den Gläubigen freien Zugang für Besuche in unserem Haus. War der Gouverneur jedoch strenger, wurden wir von Wachen umstellt und die von weit her angereisten Pilger meistens abgewiesen.“

„Würden Sie uns schildern, wie Sie sich in Ihrer Gefängniszeit fühlten und wie Sie nun Ihre Freiheit empfinden?“ fragte ich. „Wir sind froh, dass Sie jetzt frei sind.“

„Danke“, sagte er auf liebenswürdige Weise und fuhr fort:

„Freiheit ist nicht eine Frage des Ortes, sondern des Zustandes. Ich war dankbar für diese Gefangenschaft und mit dem Mangel an Freiheit ganz zufrieden, denn ich konnte jene Zeit auf dem Pfade des Dienens verbringen, unter größten Schwierigkeiten und Prüfungen, die aber Früchte und Ergebnisse zeitigten.

Solange man harte Schicksalsschläge nicht annimmt, erreicht man nichts. Ich war diese ganzen Jahre im Gefängnis glücklich. Aus dem Gefängnis des Selbstes befreit zu sein, das ist wahre Freiheit, denn das Selbst ist das größere Gefängnis. Wenn diese Befreiung gelingt, kann man, von außen betrachtet, nicht gefangen sein.

 

 

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