Extreme von Armut & Reichtum

Sprich: O Gott, mein Gott!

Schmücke mein Haupt mit der Krone des Rechts und meinen Tempel mit der Zier der Treue. Wahrlich, Du bist der Besitzer aller Gnadengaben.

Bahá’u’lláh

 

Ich stelle fest, dass England wohl darum weiß; man ist geistig rege. Aber Ihre Armen sind so schrecklich arm! Das sollte nicht sein. Zum einen leben Sie in Wohlstand und großem Luxus, zum anderen leben Männer und Frauen in allergrößter Not und hungern. Dieser enorme Gegensatz  ist einer der Schandflecken für die Zivilisation dieses erleuchteten Zeitalters.
Sie müssen sich wesentlich ernsthafter um die Besserung der Lebensbedingungen der Armen kümmern. Ruhen Sie nicht, bis jeder einzelne, mit dem Sie zu tun haben, für Sie wie ein eigenes Familienmitglied ist. Betrachten Sie jeden entweder als Vater oder Bruder oder Schwester oder Mutter oder als Kind. Wenn Sie das erreichen, werden sich Ihre Probleme lösen und Sie werden wissen, was zu tun ist. Dies besagt die Lehre Bahá´u´llahs.

Abdu´l-Baha, aus: Ansprachen in London

 

Am Morgen des dritten Tages besuchte Ihn beim Frühstück ein Domherr der anglikanischen Kirche. Das Gespräch kam auf das zögerliche Widerstreben der Reichen, sich von ihren Besitztümern zu trennen, und Abdu´l-Bahá zitierte den Ausspruch Jesu: „Wie selten werden die Reichen ins Himmelreich kommen.“

Er sagte, der wahre Sucher werde erst dann frohgemut den Pfad des Verzichtes beschreiten, wenn er erkenne, dass die Bindung an das Materielle ihn von seinem geistigen Erbe fernhalte.

Dann werde der Reiche seinen weltlichen Besitz freudig mit dem Bedürftigen teilen.

Abdu´l-Baha, aus: Ansprachen in London

 

Die Lebensbedingungen der Menschen müssen so gestaltet werden, dass die Armut verschwindet und jeder seiner Stellung und seinem Rang entsprechend soweit wie möglich sorgenfrei leben kann.

Wenn der Adel und andere hochrangige Personen angenehme Verhältnisse genießen, sollen auch die Mittellosen in der Lage sein, ihr tägliches Brot zu erwerben und nicht an den Rand des Verhungerns getrieben werden.

Abdu'l-Bahá, Abdu'l-Bahá in London 31

 

»Da die vorherrschenden Denkweisen offensichtlich unzureichend sind, braucht die Welt dringend eine gemeinsame Ethik, ein festes Rahmenwerk, um den Krisen begegnen zu können, die sich wie Gewitterwolken auftürmen. Die Vision Bahá’u’lláhs stellt viele der Annahmen infrage, die man den derzeitigen Diskurs bestimmen lässt – beispielsweise, dass Eigennutz nicht etwa gezügelt werden sollte, sondern vielmehr den Wohlstand fördert, und dass Fortschritt davon abhängig ist, dass sich dieser Eigennutz in erbarmungsloser Konkurrenz äußert. Den Wert eines Menschen hauptsächlich danach zu bemessen, wie viel Vermögen er im Vergleich zu anderen anhäufen und wie viele Waren er konsumieren kann, ist dem Bahá’í-Denken vollkommen fremd. Aber die pauschale Ablehnung von Reichtum als in sich widerwärtig und unmoralisch findet in den Lehren ebenso keine Zustimmung, und Askese ist untersagt. Reichtum muss der Menschheit dienen. Seine Verwendung muss geistigen Prinzipien entsprechen; es müssen Systeme geschaffen werden, die solchen Prinzipien folgen. In den erinnerungswürdigen Worten Bahá’u’lláhs: „Kein Licht gleicht dem Licht der Gerechtigkeit! Sie bewirkt Ordnung in der Welt und sichert die Ruhe der Völker.“«

Universales Haus der Gerechtigkeit

 

Wahren Verlust erleidet, wer seine Tage in völliger Unkenntnis über sein wahres Selbst verbringt.

Bahá'u'lláh

 

Da nun aber manche Menschen außerordentlich reich und andere beklagenswert arm sind, so bedarf es einer Ordnung, die diesen Stand der Dinge überprüft und bessert. Es ist ebenso wichtig, den Reichtum zu beschränken, wie auch die Armut zu begrenzen. Keines der beiden Extreme ist gut, höchst wünschenswert ist der Mittelweg. Wenn es recht ist, daß ein Kapitalinhaber großes Vermögen besitzt, so ist es auch gerecht, daß seine Arbeiter genügend Mittel zum Dasein haben.

Es sollte keinen Geldmann mit gewaltigem Reichtum geben, solange in seiner Nähe ein Armer in entsetzlicher Not ist. Wenn wir sehen, daß Armut einen Zustand des Hungerleidens erreicht, so ist dies ein sicheres Zeichen, daß irgendwo Unterdrückung ist. Die Menschen müssen sich in dieser Frage rühren und nicht länger versäumen, Zustände zu ändern, die einen sehr großen Teil des Volkes ins Elend drückender Armut bringen. Die Reichen müssen von ihrem Überfluß abgeben, ihre Herzen erweichen und mitleidsvolles Verständnis pflegen, indem sie sich um jene Beklagenswerten kümmern, denen es am Nötigsten mangelt.

Abdu´l-Baha, Ansprachen in Paris

 

Jedes menschliche Wesen hat das Recht zu leben, alle haben ein Anrecht auf Ruhe und auf ein gewisses Maß von Wohlstand. Wenn ein Reicher auf seinem Schloß in Üppigkeit und größter Behaglichkeit zu leben vermag, so sollte auch der Arme so viel erhalten können, daß er leben kann. Niemand dürfte Hungers sterben, jeder müßte ausreichende Kleidung haben. Es dürfte keiner im Übermaß leben, während andere keine Daseinsmöglichkeit besitzen.

Laßt uns mit unserer ganzen Kraft versuchen, bessere Verhältnisse zu schaffen, so daß keine einzige Seele hilflos ist.

Abdu'l-Bahá, Ansprachen in Paris 40:23

 

 

Wenn wir sehen, dass Armut einen Zustand des Hungerleidens erreicht, so ist dies ein sicheres Zeichen, dass irgendwo Unterdrückung herrscht. Die Menschen müssen sich in dieser Frage rühren und nicht länger versäumen, Zustände zu ändern, die einen sehr großen Teil des Volkes ins Elend drückender Armut stürzen. Die Reichen müssen von ihrem Überfluss abgeben, ihre Herzen erweichen und mitfühlendes Verständnis pflegen, indem sie sich um jene Beklagenswerten kümmern, denen es am Nötigsten mangelt.

Besondere Gesetze müssen erlassen werden, die sich mit diesen Gegensätzen des Reichtums und des Mangels befassen. Die Regierungsmitglieder sollten Gottes Gesetze beachten, wenn sie Pläne entwerfen, um das Volk zu regieren. Die allgemeinen Menschenrechte müssen behütet und erhalten bleiben.

Die Länderregierungen sollten mit dem göttlichen Gesetz übereinstimmen, das allen gleiches Recht gibt. Das ist der einzige Weg, auf dem der beklagenswerte Überfluss großen Reichtums und die elende, zersetzende und entwürdigende Armut zu beseitigen sind. Nicht eher, als bis dies geschehen ist, wird Gottes Gebot befolgt sein.

Abdu´l-Baha, Ansprachen in Paris

 

Einer der wichtigsten Grundsätze der Lehre Bahá'u'lláhs ist das Anrecht eines jeden menschlichen Wesens auf das nötige tägliche Brot oder die Angleichung der Mittel, die es zum Leben braucht. Die Ordnung der menschlichen Verhältnisse muß so sein, daß die Armut verschwindet, daß jeder weitestmöglich seinem Rang und seiner Stellung entsprechend an Behaglichkeit und Wohlergehen beteiligt ist. Wir sehen unter uns einerseits Menschen, die mit Reichtümern überhäuft sind, und andererseits jene Unglücklichen, die mittellos verhungern, jene, die eine Anzahl stattlicher Schlösser besitzen, und jene anderen, die nicht wissen, wo sie ihr Haupt hinlegen sollen…

Die Sachlage ist verkehrt und muß geändert werden,

doch muß die Heilung sorgfältig erfolgen.

Abdu'l-Bahá, Ansprachen in Paris 46:1

 

O ihr Reichen auf Erden!

Die Armen in eurer Mitte sind Mein Pfand;

hütet Mein Pfand und trachtet

nicht nur nach eurem Wohlergehen.

Bahá'u'ulláh, Die Verborgene Worten

 

 

Der Mensch vervollkommnet sich durch gute Taten, die er freiwillig ausführt,

nicht durch gute Taten, zu denen er gezwungen wird.

Teilen ist ein persönlich gewählter Akt der Gerechtigkeit. Das heißt, die Reichen sollten den Armen Hilfe gewähren, sollten ihre Mittel für die Armen ausgeben, aber aus freien Stücken und nicht deshalb, weil die Armen dieses Ziel durch Gewalt erreichen. Denn die Ernte der Gewalt ist Aufruhr und der Zerfall der Gesellschaftsordnung. Andererseits führt freiwilliges Teilen, die frei gewählte Ausgabe der eigenen Mittel, zu Wohlfahrt und Frieden der Gesellschaft. Es erleuchtet die Welt; es verleiht der Menschheit Ehre.

Abdu´l-Baha, aus: Briefe und Botschaften

 

 

O Sohn des Geistes! Von allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit.

Wende dich nicht ab von ihr, wenn du nach Mir verlangst, und vergiß sie nicht, damit Ich dir vertrauen kann. Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer, und durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht durch die deines Nächsten. Bedenke im Herzen, wie du sein solltest. Wahrlich, Gerechtigkeit ist Meine Gabe und das Zeichen Meiner Gnade.

So halte sie dir vor Augen.

Baha‘u‘llah

 

O mein Gott! Du siehst, wie wir nach Deinem Willen streben, den Blick auf den Horizont Deines Erbarmens gerichtet, wie wir um Dein Licht beten und Deine Erleuchtung suchen.

Wir bitten Dich, o Du Geliebter der Herzen, Du Hoffnung der Liebenden, mache uns rein und frei von Begierde. Gib, dass wir Deinem Befehl folgen, unseren schalen Vergnügungen entsagen und nach Deinem Wohlgefallen trachten. O Gott, schmücke uns mit dem Gewande Deiner Tugenden, erleuchte uns mit der Loslösung Licht. Steh uns bei, o Gott, mit den Heerscharen weiser Rede, Dein Wort in Deinem Volke zu verbreiten und Dein Gebot unter Deinen Dienern aufzurichten. Du bist gewaltig in allen Dingen, in Deiner Hand hältst Du die Zügel allen Geschehens.

Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Vergebenden, dem Liebenden.

Bahá’u’lláh

 

 

O Herr, mein Gott! Stehe Deinen Geliebten bei, in Deinem Glauben fest zu sein, auf Deinen Wegen zu wandeln und in Deiner Sache standhaft zu sein. Schenke ihnen Deine Gnade, dass sie dem Ansturm der Selbstsucht und Leidenschaft widerstehen und dem Lichte göttlicher Führung folgen. Du bist der Gewaltige, der Gnädige, der Selbstbestehende, der Lehensherr, der Mitleidige, der Allmächtige, der Allgütige.

‘Abdu’l-Bahá

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