Glück

Glück und Größe, Rang und Stufe, Freude und Frieden eines Menschen sind nicht in seinem persönlichen Reichtum, vielmehr in seinem hervorragenden Charakter, seinem hehren Entschluß, seiner umfassenden Bildung und seiner Fähigkeit, schwierige Probleme zu lösen, beschlossen.

 

Trotz ihrer vielgepriesenen Zivilisation sind alle Völker Europas versunken und ertrunken in diesem furchtbaren Meer der Leidenschaft und Begierde, und das ist der Grund, warum alle Erscheinungen ihrer Kultur zu nichts führen. Niemand sollte über diese Feststellung erstaunt sein oder sie beklagen. Dafür, daß machtvolle Gesetze niedergelegt, hohe Grundsätze aufgestellt und Einrichtungen geschaffen werden, die sich mit jedem Gesichtspunkt der Zivilisation befassen, ist das Glück der Menschen der oberste Zweck, der tiefste Grund. Dieses Glück der Menschen jedoch besteht ausschließlich darin, der Schwelle Gottes, des Allmächtigen, näher zu kommen und den Frieden und die Wohlfahrt jedes einzelnen Angehörigen des Menschengeschlechts, sei er hoch oder niedrig, zu sichern; und die besten Mittel, dieses zweifache Ziel zu erreichen, sind die hervorragenden Tugenden, die der Menschenwelt, verliehen worden sind.

 

Damit ist klar, daß Würde und Wert des Menschen mehr sein müssen als weltlicher Reichtum; materielle Annehmlichkeiten sind nur ein Zweig, aber die Wurzel menschlicher Größe sind gute Eigenschaften und Tugenden, die der Schmuck seiner Wirklichkeit sind. Dieser liegt in den göttlichen Erscheinungen, den himmlischen Gaben, den edlen Gefühlen und in der Liebe und Erkenntnis Gottes. Er ist umfassendes Wissen, geistige Wahrnehmung, wissenschaftliche Entdeckungen, Gerechtigkeit, Unparteilichkeit, Wahrhaftigkeit, Güte, natürlicher Mut und angeborene Seelenstärke; Rücksicht und Einhaltung von Verträgen und Bündnissen; Geradheit unter allen Umständen und Dienst an der Wahrheit in allen Lebenslagen; Aufopferung für das allgemeine Wohl und Güte und Achtung für alle Völker; Gehorsam gegenüber den göttlichen Lehren und Dienst im Reiche Gottes; Lenkung der Menschen und Erziehung der Nationen und Rassen. Dies ist das wahre Glück der Menschenwelt! Dies ist die Größe der Menschen in dieser Welt! Dies ist immerwährendes Leben und himmlische Ehre!

 

Erkenne mit Gewißheit: Liebe ist das Geheimnis von Gottes heiliger Sendung, die Offenbarung des Allbarmherzigen, der Quell geistiger Ausgießung. Liebe ist des Himmels gütiges Licht, ewiger Odem des Heiligen Geistes, der die Menschenseele belebt. Liebe ist der Grund, warum sich Gott dem Menschen offenbart; sie ist im Einklang mit der göttlichen Schöpfung das Lebensband in den Wirklichkeiten der Dinge. Liebe sichert als einziges Mittel echtes Glück in dieser und der zukünftigen Welt.

Abdu´l-Baha

 

 

Ich bitte Dich, o mein Gott, bei Deinem erhabensten Wort, das Du allen in Deinen Landen als göttlichen Lebenstrank verordnet hast, den Lebenstrank, der durch seine Kraft das Erz des Menschenlebens in reinstes Gold wandelt, o Du, in dessen Hand die Reiche des Sichtbaren wie des Unsichtbaren ruhen: Füge Du, daß meine Wahl mit Deiner Wahl, mein Wunsch mit dem Deinen übereinstimme, damit ich völlig zufrieden sei mit dem, was Du wünschest, und gänzlich einverstanden mit dem, was Du mir durch Deine Großmut und Gunst bestimmt hast. Mächtig bist Du zu tun, was Du willst. Du bist in aller Wahrheit der Allherrliche, der Allweise.

Glücklich der Mensch, der Dich erkennt und Deinen süßen Duft wahrnimmt, der sich Deinem Reiche zuwendet und darin von den Dingen kostet, die durch Deine Gunst und Gnade vollendet sind. Groß ist der Segen dessen, der Deine erhabenste Majestät anerkennt und den die Schleier, welche die Völker von Dir trennen, nicht hindern, Dir die Augen zuzukehren, o Du, der Du der König der Ewigkeit bist, der Beleber jedes sterblichen Gebeins! Selig auch, wer in Deinen Tagen Deine süßen Düfte atmet und hingerissen ist von Deiner Rede. Selig der Mensch, der sich Dir zuwendet, und wehe dem, der Dir den Rücken kehrt.

Gepriesen seiest Du, o Herr der Welten!

Baha‘u‘llah

 

O Du Mitleidvoller, Du Allmächtiger!

Die hier versammelten Seelen wenden ihr Angesicht in Anbetung zu Dir. In tiefster Demut und Ergebenheit schauen sie auf Dein Reich und bitten Dich um Vergebung und Verzeihung. O Gott! Sei dieser Versammlung zugetan. Heilige diese Seelen und wirf die Strahlen Deiner Führung auf sie. Erleuchte ihre Herzen, erfreue ihren Geist mit Deiner frohen Botschaft. Heiße sie alle in Deinem heiligen Reiche willkommen, verleihe ihnen Deine unerschöpflichen Gnadengaben und mache sie glücklich in dieser und der zukünftigen Welt.

‘Abdu’l-Bahá

 

 

Solange ein Mensch glücklich ist, mag er wohl Gott vergessen, doch wenn ihn Kummer ankommt und Sorge überwältigt, wird er sich des Vaters, der im Himmel ist und ihn aus seiner Erniedrigung zu befreien vermag, erinnern.

14:9Menschen, die nicht leiden, erfahren keine Vervollkommnung. Die vom Gärtner am stärksten beschnittene Pflanze wird, wenn der Sommer kommt, die schönsten Blüten und die üppigsten Früchte bringen.

Abdu´l-Bahá

 

Ich möchte euch klar machen, daß materieller und geistiger Fortschritt zwei sehr verschiedene Dinge sind, und daß nur dann, wenn der materielle Fortschritt mit Geistigkeit Hand in Hand geht, wirklicher Fortschritt kommen und der größte Friede in der Welt regieren kann. Würden alle Menschen den heiligen Ratschlägen und den Lehren der Propheten folgen, alle Herzen durch das göttliche Licht erleuchtet werden und die Menschen in Wirklichkeit religiös sein, so wurden wir bald den Frieden auf Erden und das Reich Gottes unter den Menschen sehen. Wir mögen die Gesetze Gottes mit der Seele und den materiellen Fortschritt mit dem Körper vergleichen. Erführe der Körper keine Belehrung durch die Seele, so könnte er nicht länger bestehen. Es ist mein ernstes Gebet, daß die Geistigkeit fortgesetzt wachsen und immer mehr in der Welt zunehmen möge, damit die Sitten erleuchtet und Friede und Eintracht aufgerichtet werden.

 

Wenn das Herz sich von den Segnungen abkehrt, die Gott uns darreicht, wie vermöchte es dann auf Glück zu hoffen? Wenn es seine Hoffnung und sein Vertrauen nicht in Gottes Erbarmen setzt, wo könnte es dann wohl Ruhe finden? O bauet auf Gott, denn Seine Güte ist ewig, und auf seine Segnungen, denn sie sind herrlich! O setzet euren Glauben in den Allmächtigen, denn Er irrt nicht und seine Gunst währt ewiglich! Seine Sonne gibt dauernd Licht, und die Wolken seines Erbarmens sind erfüllt vom Wasser des Mitleids, mit dem Er die Herzen aller benetzt, die Ihm vertrauen. Die Schwingen Seines erfrischenden Windes tragen den verdorrten Seelen der Menschen ständig Heilung zu. Ist es wohl weise, sich von einem so liebreichen Vater, der Seine Segnungen über uns ausgießt, abzuwenden, um lieber Sklave des Stofflichen zu sein?

Abdu´l-Baha, aus: Ansprachen in Paris

 

 

Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue hellen und freundlichen Auges auf ihn. Sei ein Schatz dem Armen, ein Mahner dem Reichen, eine Antwort auf den Schrei des Bedürftigen, und halte dein Versprechen heilig. Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in deiner Rede. Sei zu keinem Menschen ungerecht und erweise allen Sanftmut. Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehen, eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten, Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrückung. Laß Lauterkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen. Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Leidenden, dem Flüchtling ein starker Turm. Sei dem Blinden Auge und ein Licht der Führung für den Fuß des Irrenden. Sei ein Schmuck für das Antlitz der Wahrheit, eine Krone für die Stirn der Treue, ein Pfeiler im Tempel der Rechtschaffenheit, Lebenshauch dem Körper der Menschheit, ein Banner für die Heerscharen der Gerechtigkeit, ein Himmelslicht am Horizont der Tugend, Tau für den Urgrund des Menschenherzens, eine Arche auf dem Meer der Erkenntnis, eine Sonne am Himmel der Großmut, ein Stein im Diadem der Weisheit, ein strahlendes Licht am Firmament deiner Zeitgenossen, eine Frucht am Baume der Demut.

 

Osten und Westen müssen sich zusammenschließen, um einander das zu geben, was sie brauchen. Diese Vereinigung wird eine wahre Zivilisation hervorbringen, in der das Geistige im Materiellen Ausdruck und Verwirklichung findet.

Wenn so der eine vom anderen empfängt, wird größte Eintracht herrschen, die ganze Welt vereint und ein Zustand hoher Vervollkommnung erreicht sein. Es wird ein festgeknüpftes Band bestehen und diese Welt zu einem leuchtenden Spiegel für die Eigenschaften Gottes werden.

Wir alle, die Nationen des Ostens und die des Westens, müssen Tag und Nacht mit Herz und Seele danach streben, dieses hohe Ideal, den Zusammenschluß der Einheit aller Völker der Erde zu vollenden. Jedes Herz wird dann erfrischt und jedes Auge aufgetan, die wundervollste Kraft gewonnen und das Glück der Menschenwelt gesichert sein.

 

 

Des Menschen höchste Ehre und wahres Glück liegt in der Selbstachtung, in hohen Entschlüssen und edlen Vorsätzen, in der Unversehrtheit und Sittlichkeit der Person, in der Reinheit des Denkens.

‚Abdu’l-Bahá

 

Sei achtsam, o Volk Bahás, daß du nicht auf den Wegen jener wandelst, deren Worte sich von ihren Taten unterscheiden. Strebt, daß ihr fähig werdet, den Völkern der Erde Gottes Zeichen zu offenbaren und Seine Gebote widerzuspiegeln. Laßt euer Handeln Führung für die ganze Menschheit sein, denn bei den meisten Menschen, ob hoch oder niedrig, unterscheidet sich das Bekenntnis vom Verhalten. Durch euere Taten aber könnt ihr euch vor anderen auszeichnen. Durch sie kann der Glanz eueres Lichtes über die ganze Erde verbreitet werden. Glücklich der Mensch, der Meinen Rat beachtet und die Gebote hält, die Er, der Allwissende, der Allweise, gegeben hat.
AUS DEM KITÁBí-AQDAS

 

Sprich: Freut euch nicht dessen, was ihr besitzt. Heute Nacht ist es noch euer, morgen werden andere es besitzen. So warnt euch der Allwissende, der Allunterrichtete. Sprich: Könnt ihr behaupten, euer Besitz sei dauerhaft oder sicher? Nein, bei Mir, dem Allbarmherzigen, ihr könnt es nicht, so ihr zu denen gehört, die gerecht urteilen! Die Tage eures Lebens verfliegen wie ein Windhauch, und all eure Pracht und Herrlichkeit wird vergehen wie die Pracht und Herrlichkeit derer, die vor euch waren. Bedenket, o Menschen! Was ist aus euren vergangenen Tagen geworden, was aus euren verlorenen Jahrhunderten? Glücklich die Tage, die dem Gedenken Gottes gewidmet waren, und selig die Stunden, die in Seinem, des Allweisen, Lobpreis verbracht wurden. Bei Meinem Leben! Weder die Pracht der Mächtigen noch der Überfluß der Reichen oder gar die Vorherrschaft der Frevler werden von Dauer sein. Alles wird vergehen auf ein Wort von Ihm. Wahrlich, Er ist der Allmachtvolle, der Allbezwingende, der Allmächtige. Welcher Nutzen liegt in der Menschen irdischem Besitz? Was ihnen Gewinn bringt, haben sie völlig vernachlässigt. Bald werden sie aus ihrem Schlaf erwachen und erkennen, daß für sie unwiederbringlich ist, was ihnen in den Tagen ihres Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, entgangen ist.

Baha’u‘llah

 

 

Wie ´Abdu'l-Bahá lehrte, Schwierigkeiten zu meistern
In ´Akká besuchte eines Tages eine Frau aus dem Westen ´Abdu'l-Bahá und erzählte Ihm alle ihre Sorgen. ´Abdu'l-Bahá hörte gütig zu, während die Frau ununterbrochen sprach. Es waren keine wirklich großen Schwierigkeiten, aber sie hielt sie für überaus schlimm und unerträglich. Schließlich stand ´Abdu'l-Bahá auf und entschuldigte sich, Er habe eine andere Verabredung und müsse jetzt gehen. "Aber dort", sagte Er, aus dem Fenster deutend, "geht ein Mann, mit dem ich Sie bekannt machen möchte. Sein Name ist Mírzá Haydar Alí. Wir nennen ihn den ,Engel des Berges Karmel'. Er wandelt auf Erden, lebt aber im Himmel. Er hat viele Leiden ertragen und wird Ihnen darüber berichten."
´Abdu'l-Bahá ging in den Garten hinaus und kam in Begleitung von Mírzá Haydar Alí zurück. Er stellte ihn der Dame vor und entfernte sich, um zu Seiner anderen Verabredung zu eilen. Nun begann Mírzá Haydar Ali, sich mit der Frau zu unterhalten. In demütiger und liebevoller Art sprach er von dem wundervollen Zeitalter, in dem wir leben und über das Reich Gottes, das nahe sei.
Die Frau hörte zu, mehr und mehr verlor sie aber die Geduld. Nach einer Weile unterbrach sie seine Rede, indem sie einwarf: "Aber ´Abdu'l-Bahá sagte doch, dass Sie mir über Ihre Leiden berichten würden!"
Mírzá Haydar Alí sah überrascht auf. "Leiden?" fragte er. "Warum, meine verehrte Dame, ich hatte niemals Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, was Leiden sind!"

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