Religion

Es gibt nur einen Gott, nur eine Menschheit; die Grundlagen der Religion sind eins.

Abdu'l-Bahá, Abdu'l-Bahá in London

 

Die Religion Gottes hat in dieser Welt zwei Seiten: die geistige (eigentliche) und die formelle (sichtbare). Die formelle Seite ändert sich im Laufe der Jahrhunderte genau wie der Mensch. Die geistige Seite, die Wahrheit an sich, ändert sich nie. Die Propheten und Offenbarer Gottes überbringen stets die gleiche Lehre. Zunächst halten sich die Menschen daran; doch nach einiger Zeit verunstalten sie die Wahrheit. Menschengemachte, äußerliche Förmlichkeiten und irdische Gesetze verzerren die Wahrheit. Ein Schleier aus materiellen Dingen und weltlichem Trachten wird über die tatsächliche Wahrheit gezogen.

Abdu´l-Baha, Ansprachen in London

 

Die Einheit zu fördern, indem unterschiedliche Elemente in Einklang gebracht werden und in jedem Herzen eine selbstlose Liebe für die Menschheit genährt wird, ist Aufgabe von Religion. Viele Möglichkeiten, Gemeinsinn und Eintracht zu kultivieren, stehen religiösen Führern offen. Aber dieselben Führer können auch zu Gewalt anstiften, indem sie ihren Einfluss nutzen, um das Feuer des Fanatismus und der Vorurteile zu schüren. Bahá’u’lláhs Worte über Religion sind hier sehr nachdrücklich: »... macht sie nicht«, so warnt Er, »zur Ursache von Zwietracht und Streit«. »Der Frieden aller Erdenbewohner ... [gehört] zu den Grundsätzen und Geboten Gottes.«

Universales Haus der Gerehtigkeit; aus einer Botschaft vom 18.1.2019

 

 

"Das Antlitz der Welt", so klagt Bahá'u'lláh, "hat sich verändert. Der Weg Gottes und die Religion Gottes haben aufgehört, in den Augen der Menschen noch irgendeinen Wert zu besitzen." "Die Lebenskraft des Glaubens der Menschen an Gott", so hat Er ebenfalls geschrieben, "liegt in jedem Lande im Sterben ... Die zersetzende Gottlosigkeit frißt sich in die Lebenskraft der menschlichen Gesellschaft ein." "Religion", so bekräftigt Er, "ist wahrlich das wichtigste Mittel zur Errichtung der Ordnung in der Welt und der Ruhe unter den Völkern ... Je größer der Niedergang der Religion, um so schlimmer ist der Starrsinn der Gottlosen. Dies kann am Ende nur zu Chaos und Verwirrung führen." Und wiederum: "Religion ist ein strahlendes Licht und eine uneinnehmbare Festung zum Schutz und zur Wohlfahrt der Völker der Welt." In einem anderen Zusammenhang hat Er geschrieben: "Wie der Körper des Menschen ein Gewand braucht, sich zu bekleiden, so muß der Körper der Menschheit notwendigerweise mit dem Mantel der Gerechtigkeit und Weisheit geschmückt werden. Sein Gewand ist die ihm von Gott gewährte Offenbarung."

 

Am Anfang stand der Baum in seiner ganzen Schönheit, bedeckt mit Blüten und Früchten; endlich aber wurde er alt, trug keine Früchte mehr und verdorrte und moderte. Darum pflanzt der wahre Gärtner wiederum einen unvergleichlichen jungen Baum derselben Gattung und Art, der Tag für Tag wächst und sich entfaltet, im göttlichen Garten weithin Schatten spendet und köstliche Früchte hervorbringt. Ebenso ist es mit den Religionen: Im Laufe der Zeiten verändern sich ihre ursprünglichen Grundsätze, die Wahrheit der Religion Gottes geht ganz verloren und ihr Geist entflieht; Irrlehren treten auf, und sie wird zu einem Körper ohne Seele. Dies ist der Grund für ihre Erneuerung.


Bedenke noch einmal, wie sehr die Grundlagen der Religion Christi in Vergessenheit geraten und wie viele Irrlehren in sie eingedrungen sind. Zum Beispiel verbot Christus Gewalt und Rache; überdies gebot Er, Unrecht und Böses mit Güte und Verzeihung zu erwidern. Denke nun darüber nach, wie viele blutige Kriege die christlichen Völker unter sich geführt haben, und wieviel Unterdrückung, Grausamkeit, Rohheit und Blutgier sich ergeben hat! Viele dieser Kriege wurden auf Veranlassung der Päpste geführt. Somit ist es klar und offenkundig, daß die Religionen sich im Laufe der Zeit völlig ändern und wandeln. Deshalb werden sie erneuert.

Abdu´l-Baha, Beantwortete Fragen

 

»So leuchtet dir ein«, sind Bahá’u’lláhs deutliche Worte,»dass alle Propheten Tempel der Sache Gottes sind, die in verschiedenem Gewand erscheinen. Wenn du mit scharfem Auge hinsiehst, wirst du erkennen, dass sie alle im selben Heiligtum wohnen, sich zum selben Himmel aufschwingen, auf demselben Throne sitzen, dieselbe Sprache sprechen und denselben Glauben verkünden.«

(Bahá’u’lláh, 'Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs')

 

 

Nun zu deiner Frage über das Wesen der Religion. Wisse, daß die wahrhaft Weisen die Welt mit dem menschlichen Tempel vergleichen. Wie der Körper des Menschen eines Gewandes bedarf, sich zu kleiden, so muß der Menschheit Körper mit dem Mantel der Gerechtigkeit und Weisheit geschmückt sein. Ihr Prachtgewand ist die Offenbarung, die Gott ihr verliehen hat. Wann immer dieses Gewand seinen Zweck erfüllt hat, wird der Allmächtige es gewiß erneuern. Denn jedes Zeitalter fordert ein neues Maß an Gottes Licht. Jede göttliche Offenbarung wurde so herabgesandt, wie sie den Verhältnissen des Zeitalters entspricht, in dem sie erscheint.

Ährenlese

 

Die Geistlichkeit indessen befasse sich nicht mit politischen Fragen! Religiöse Angelegenheiten sollten im gegenwärtigen Zustand der Welt keine Vermengung mit Politik erfahren (denn ihre Belange sind nicht die gleichen).

Die Religion ist eine Sache des Herzens, des Geistes und der Gesittung.

Die Politik befaßt sich mit den materiellen Dingen des Lebens. Religiöse Lehrer sollten sich nicht in den Bereich der Politik begeben. Sie sollten sich mit der geistigen Erziehung des Volkes befassen. Sie sollten den Menschen stets guten Rat erteilen und versuchen, Gott und der Menschheit zu dienen. Sie sollten sich bemühen, geistiges Streben zu wecken und danach trachten, das Verständnis und die Erkenntnis der Menschheit zu erweitern, die Sitten zu verbessern und die Liebe zur Gerechtigkeit zu verstärken.

Dies entspricht der Lehre Bahá'u'lláhs. Auch im Evangelium heißt es: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist."
Abdu´l-Baha, aus: Ansprachen in Paris

 

 

Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der gerade Pfad, die feste, unverrückbare Grundlage. Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.

Unsere Hoffnung ist, daß sich die religiösen Führer der Welt und ihre Herrscher vereint für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die Wiederherstellung seiner Wohlfahrt erheben werden. Laßt sie, nachdem sie über seine Nöte nachgedacht haben, zusammen beraten und nach sorgsamer, reiflicher Überlegung einer kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel darreichen, dessen sie bedarf. ...

Baha‘u‘llah, Ährenlese

 

Was wir sagen wollen, ist folgendes:

Es gibt nur eine Religion Gottes. Sie ist die Erzieherin der Menschheit,

aber sie muss erneuert werden.

Abdu´l-Baha

 

 

Die Religion sollte alle Herzen vereinen und Krieg und Streitigkeiten auf der Erde vergehen lassen, Geistigkeit hervorrufen und jedem Herzen Licht und Leben bringen. Wenn die Religion zur Ursache von Abneigung, Haß und Spaltung wird, so wäre es besser, ohne sie zu sein, und sich von einer solchen Religion zurückzuziehen, wäre ein wahrhaft religiöser Schritt. Denn es ist klar, daß der Zweck des Heilmittels die Heilung ist, wenn aber das Heilmittel die Beschwerden nur verschlimmert, so sollte man es lieber lassen. Jede Religion, die nicht zu Liebe und Einigkeit führt, ist keine Religion. Die heiligen Propheten waren alle gleichsam Seelenärzte, sie gaben Rezepte, um die Menschheit zu heilen. Darum stammen alle Mittel, die zu Erkrankungen führen, nicht vom großen und höchsten Arzte.

Abdu´l-Baha, aus: Ansprachen in London

 

Ich möchte euch klar machen, daß materieller und geistiger Fortschritt zwei sehr verschiedene Dinge sind, und daß nur dann, wenn der materielle Fortschritt mit Geistigkeit Hand in Hand geht, wirklicher Fortschritt kommen und der größte Friede in der Welt regieren kann. Würden alle Menschen den heiligen Ratschlägen und den Lehren der Propheten folgen, alle Herzen durch das göttliche Licht erleuchtet werden und die Menschen in Wirklichkeit religiös sein, so wurden wir bald den Frieden auf Erden und das Reich Gottes unter den Menschen sehen. Wir mögen die Gesetze Gottes mit der Seele und den materiellen Fortschritt mit dem Körper vergleichen. Erführe der Körper keine Belehrung durch die Seele, so könnte er nicht länger bestehen. Es ist mein ernstes Gebet, daß die Geistigkeit fortgesetzt wachsen und immer mehr in der Welt zunehmen möge, damit die Sitten erleuchtet und Friede und Eintracht aufgerichtet werden.

Krieg und Gewalt und die damit verbundenen Grausamkeiten sind Gott ein Greuel und tragen ihre Strafe in sich, denn der Gott der Liebe ist auch ein Gott der Gerechtigkeit, und jeder Mensch muss unvermeidlich ernten, was er gesät hat. Lasset uns trachten, die Gebote des Höchsten zu verstehen und unser Leben nach seinem Geheiß zu ordnen. Wahre Glückseligkeit hängt von geistigem Wohl ab und davon, daß wir das Herz stets offen halten, um die göttliche Güte zu empfangen.

Abdu´l-Baha

 

... die göttlichen Religionen sind für den Frieden geschaffen, nicht für Krieg und Blutvergießen. Da sie alle auf derselben Wirklichkeit, auf Liebe und Einigkeit, beruhen, sind Spaltungen und Kriege, die so charakteristisch sind für die Religionsgeschichte, der Nachahmung und dem Aberglauben zuzuschreiben, die im Laufe der Zeit auftreten. Religion ist Wirklichkeit, und die Wirklichkeit ist nur eine. Die Grundwahrheiten der Religion Gottes sind deshalb in Wirklichkeit eins. In den Grundwahrheiten gibt es weder Abweichung noch Veränderung. Alle Verschiedenheit hat ihre Ursache in blinder Nachahmung, in Vorurteilen und im Festhalten an Formen, die erst später auftreten; da es hier Unterschiede gibt, kommt es zu Zank und Streit. Wollten die Religionen der Welt von diesen Konfliktursachen Abstand nehmen und nach den Grundwahrheiten trachten, so fänden sie zueinander, Streit und Uneinigkeit würden verschwinden; denn Religion und Wirklichkeit sind eins und nicht vielerlei.

 

 

Eine weitere Lehre Bahá'u'lláhs besagt, daß die Religion ein mächtiges Bollwerk ist. Wenn das Gebäude der Religion erzittert und schwankt, folgen Aufruhr und Chaos, und die Ordnung der Dinge wird völlig umgestürzt…

Unter Religion aber ist das zu verstehen, was durch Forschen nach Wahrheit gesichert ist, nicht was lediglich auf Nachahmung beruht - also die Grundlagen der göttlichen Religionen, nicht menschliche Nachahmungen.

Abdu´l-Baha, Briefe und Botschaften

 

 

Religion ist im übrigen keine Ansammlung von Glaubenssätzen oder Bräuchen; Religion ist die Lehre Gottes, des Herrn, eine Lehre, die das Leben der Menschheit begründet, dem Verstand erhabene Gedanken eingibt, den Charakter veredelt und den Grundstock legt für des Menschen ewige Ehre.

Abdu´l-Baha (Briefe und Botschaften)

 

Eine weitere Lehre Bahá'u'lláhs besagt, daß die Religion ein mächtiges Bollwerk ist. Wenn das Gebäude der Religion erzittert und schwankt, folgen Aufruhr und Chaos, und die Ordnung der Dinge wird völlig umgestürzt…

Unter Religion aber ist das zu verstehen, was durch Forschen nach Wahrheit gesichert ist, nicht was lediglich auf Nachahmung beruht - also die Grundlagen der göttlichen Religionen, nicht menschliche Nachahmungen.

Abdu´l-Baha, Briefe und Botschaften

 

 

Unsere Hoffnung ist, daß sich die religiösen Führer der Welt und ihre Herrscher vereint für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die Wiederherstellung seiner Wohlfahrt erheben werden. Laßt sie, nachdem sie über seine Nöte nachgedacht haben, zusammen beraten und nach sorgsamer, reiflicher Überlegung einer kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel darreichen, dessen sie bedarf. ...

Die an der Macht sind, haben die Pflicht, Mäßigung in allen Dingen zu üben. Was die Grenzen der Mäßigung überschreitet, hört auf, wohltätigen Einfluß auszuüben. Betrachtet zum Beispiel Gegenstände wie Freiheit, Zivilisation und dergleichen. Wie wohlgefällig verständige Menschen sie auch immer betrachten mögen, ins Übermaß gesteigert, werden sie verderblichen Einfluß auf die Menschen haben.

 

Es gibt nur einen Gott, nur eine Menschheit; die Grundlagen der Religion sind eins. Wir wollen Ihn anbeten und preisen für Seine großen Propheten und Sendboten, die Seine Lichtfülle und Seine Herrlichkeit offenbart haben.
Der Segen des Ewigen sei mit euch in all seiner Fülle, damit jede Seele entsprechend ihrer Fähigkeit, so viel sie kann, aus diesem Reichtum schöpfen mag. Amen

 

 

Seit den Tagen Adams bis heute wurden die Religionen Gottes offenbart; eine folgte der anderen, und jede erfüllte ihre Aufgabe, belebte die Menschheit, gab ihr Erziehung und Erleuchtung. Sie erlösten das Volk aus dem Dunkel der stofflichen Welt und führten es in den Glanz des Gottesreiches. Jeder nachfolgende Glaube, jedes neu offenbarte Gesetz blieb jahrhundertelang ein überaus fruchtbarer Baum, dem das Glück der Menschheit anvertraut war. Aber im Laufe der Jahrhunderte alterte er, blühte nicht mehr und brachte keine Frucht mehr hervor. Deshalb wurde er wieder verjüngt.
Gottes Religion ist eine einzige Religion, aber sie muß immer wieder erneuert werden. Moses zum Beispiel wurde zu den Menschen gesandt; Er gab ein Gesetz, und durch dieses Mosaische Gesetz wurden die Kinder Israels aus ihrer Unwissenheit befreit und ins Licht geführt. Sie wurden aus ihrem Elend emporgehoben und erlangten unvergängliche Herrlichkeit. Und doch, als die langen Jahre vergingen, verblaßte dieser Glanz, die Pracht verschwand, der helle Tag wurde zur Nacht, und als die Nacht stockdunkel war, ging der Stern des Messias auf, so daß wieder eine Herrlichkeit über der Welt leuchtete.
Was wir sagen wollen, ist folgendes: Es gibt nur eine Religion Gottes. Sie ist die Erzieherin der Menschheit, aber sie muß erneuert werden. Wenn du einen Baum pflanzt, wächst er Tag für Tag. Er blüht, bekommt Blätter und saftige Früchte. Nach langer Zeit aber wird er alt und trägt keine Frucht mehr. Dann nimmt der Gärtner der Wahrheit Samen von eben diesem Baum und legt ihn in unverbrauchte Erde. Und siehe! Bald steht da der erste Baum, genauso wie er vordem war.

 

 

O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen. Lasst sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden.

Bahá’u’lláh, Ährenlese 110:1

 

 

»Religiöser Fanatismus und Hass«, warnt Bahá’u’lláh, »sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand löschen kann. Nur die Hand Göttlicher Macht kann die Menschheit von dieser verheerenden Plage erlösen.«

 

 

»Religion ist wahrlich das vortrefflichste Mittel zur Errichtung der Ordnung in der Welt und für die Ruhe ihrer Völker. Die Schwäche der Pfeiler der Religion hat die Toren gestärkt und sie dreist und anmaßend gemacht. Wahrlich, Ich sage: Je stärker die Religion verfällt, desto widerspenstiger werden die Gottlosen. Dies kann letztlich nur in Chaos und Gesetzlosigkeit enden. Hört auf Mich, o ihr Einsichtsvollen, und seid gewarnt, o ihr, die ihr Unterscheidungsvermögen besitzt!«

(Bahá’u’lláh, 'Brief an den Sohn des Wolfes')

 

»Wahrlich, keine Religion werden Wir ins Leben rufen, die nicht in künftigen Tagen erneuert würde. Dieses Versprechen gaben Wir feierlich.                                                     Wahrlich, Wir sind erhaben über alle Dinge…«

(Baba, 'Eine Auswahl aus Seinen Schriften')

 

 

Die göttlichen Religionen müssen Einheit unter den Menschen bewirken, als Mittel zu Einigkeit und Liebe dienen. Sie müssen den Weltfrieden verkünden, den Menschen von allen Vorurteilen befreien, Freude und Frohsinn spenden, Güte gegenüber allen Menschen einüben und alle Unterschiede beiseite räumen. So sagte Bahá'u'lláh, an die Menschenwelt gewandt: »O Menschen! Ihr seid die Früchte eines Baumes, die Blätter eines Zweiges.« Allenfalls ist es so, daß einige Seelen unwissend sind; sie müssen erzogen werden. Manche sind krank; sie müssen geheilt werden. Einige sind noch wie Kinder; wir müssen ihnen helfen, die Reife zu erreichen, und müssen ihnen gegenüber besonders gütig sein.

 

Erstickt die Flammen des Krieges, hißt hoch die Banner des Friedens, arbeitet für die Einheit der Menschheit und denkt daran, daß Religion ein Kanal der Liebe zu allen Völkern ist. Wißt, daß die Menschenkinder Gottes Schafe sind und Er ihr liebender Hirte, daß Er zärtlich all Seine Schafe umsorgt, sie auf Seinen grünen Auen der Gnade weidet und sie aus dem Brunnquell des Lebens tränkt. So handelt der Herr. Das sind Seine Segnungen. Das ist aus Seinen Lehren Sein Gebot für die Einheit der Menschheit.
Abdu´l-Baha

 

 

Die Religion sollte alle Herzen vereinen und Krieg und Streitigkeiten auf der Erde vergehen lassen, Geistigkeit hervorrufen und jedem Herzen Licht und Leben bringen. Wenn die Religion zur Ursache von Abneigung, Haß und Spaltung wird, so wäre es besser, ohne sie zu sein, und sich von einer solchen Religion zurückzuziehen, wäre ein wahrhaft religiöser Schritt. Denn es ist klar, daß der Zweck des Heilmittels die Heilung ist, wenn aber das Heilmittel die Beschwerden nur verschlimmert, so sollte man es lieber lassen. Jede Religion, die nicht zu Liebe und Einigkeit führt, ist keine Religion.

 

 

Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit. Die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz sind die machtvollsten Werkzeuge und die sichersten Mittel dafür, daß das Licht der Einheit zwischen den Menschen anbricht. Der Fortschritt der Welt, die Entwicklung der Nationen, die Ruhe der Völker und der Frieden aller Erdenbewohner gehören zu den Grundsätzen und Geboten Gottes. Die Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und läßt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen.

 

 

Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der gerade Pfad, die feste, unverrückbare Grundlage. Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.

 

Kein ernst zu nehmender Versuch zur Regelung menschlicher Belange, zur Schaffung des Weltfriedens,

kann die Religion außer acht lassen. …

Über die Religion als gesellschaftsbildende Kraft sagt Bahá’u’lláh:

„Religion ist das wichtigste Mittel zur Begründung von Ordnung in der Welt und zur Befriedung aller,

die darin wohnen.“

In Bezug auf den Niedergang, die Entartung der Religion schrieb er:

„Würde die Lampe der Religion verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht länger scheinen.“

 In einer Aufzählung solcher Konsequenzen weisen die Bahá’í-Schriften darauf hin:

  • „die Verderbnis der menschlichen Natur,
  • die Erniedrigung des menschlichen Verhaltens
  • Der menschliche Charakter wird entwürdigt,
  • jedes Vertrauen wird erschüttert,
  • die Nervenstränge der Disziplin und Ordnung erschlaffen,
  • die Stimme des menschlichen Gewissens wird zum Schweigen gebracht,
  • der Sinn für Scham und Anstand wird verdunkelt,
  • die Vorstellungen von Pflicht, Zusammenhalt, Gegenseitigkeit und Treue werden verdreht,
  • selbst das Empfinden für Friedfertigkeit, Freude und Hoffnung wird nach und nach ausgelöscht.“

 

 

RELIGION Andacht.pptx
Microsoft Power Point-Präsentation [109.8 KB]

Aktuelles

HERZENSBILDUNG

Kinderklassen (3-11 J.)  Juniorengruppen (12-15 J.)

Corona Update:

Teilnahme via Zom möglich!

------------------------------------

"Geistige Nahrung"

CORONA UPDATE:

Täglich Soul Food

20h-20.15h

---------------------------------------

Info+Anmeldung:

office@bahai-ebreichsdorf.at

0699/17288551

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Baha´i Gemeinde Ebreichsdorf